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Seniorin ausgebeutet: Falsche Polizisten bestreiten Vorwürfe

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Frankfurter Landgericht
Blick auf ein Wappen mit dem Hessen-Löwen in einem Gerichtssaal. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Weil sie als falsche Polizisten eine 84-Jährige gleich fünf Mal heimgesucht und sie um 72 000 Euro gebracht haben sollen, müssen sich seit Montag drei Männer vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die 21, 24 und 29 Jahren alten Tatverdächtigen sollen sich an der Betrugsaktion im September 2020 als sogenannte Abholer beteiligt haben. Zuvor sei die Seniorin telefonisch vor angeblich umherziehenden Räuber- und Einbrecherbanden gewarnt und zur Übergabe von Bargeld und Wertgegenstände an die vermeintlichen Polizisten aufgefordert worden.

Frankfurt/Main - Erst als sie beim fünften Besuch erneut 18 000 Euro in einer Plastiktüte übergeben sollte, sei es zu Bedenken gekommen, hieß es. Gemeinsam mit der Tochter des Opfers sei ein Übergabetermin vereinbart worden, bei dem die Männer festgenommen wurden.

Zum Prozessauftakt äußerten sich die 21 und 24 Jahre alten Männer nur knapp, indem sie die Vorwürfe pauschal bestritten. Der 29-Jährige gab nur die fünfte Tat zu, bei der er auch festgenommen worden war. Vor Gericht berichtete er dagegen von einer weiteren vermeintlichen Polizeiaktion, bei der einem Rentner in der Schweiz fünf Kilogramm Gold entwendet worden waren.

Die Strafkammer hat noch drei weitere Verhandlungstage bis Anfang April vorgesehen. dpa

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