Sieben größere Städte wollen kommunale Steuern anheben

Nach den teils hohen Anhebungen der Vorjahre wollen die meisten der großen hessischen Kommunen bei Gewerbe- und Grundsteuer eine Atempause einlegen.

Nach den teils hohen Anhebungen der Vorjahre wollen die meisten der großen hessischen Kommunen bei Gewerbe- und Grundsteuer eine Atempause einlegen. Insgesamt erhöhen in diesem Jahr sieben Städte die Kommunalsteuern, dazu gehört auch etwa die Hundesteuer in Darmstadt. Dies ergab eine Umfrage des Bundes der Steuerzahler Hessens unter 58 Städten mit mehr als 20 000 Einwohnern, die am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Vier Kommunen wollen danach die Steuern senken.

Die kräftigste Erhöhung bei der Gewerbesteuer um 23 Punkte auf insgesamt 380 Prozent gibt es in Herborn. Mit 460 Prozent verlangt Frankfurt weiterhin den höchsten Satz unter den größeren Städten, dicht gefolgt von Darmstadt und Wiesbaden mit jeweils 454 sowie Kassel und Offenbach mit je 440 Prozent.

Den Hebesatz der Grundsteuer B, die für bebaute oder bebaubare Grundstücke gilt, erhöht Dillenburg um 25 Punkte auf jetzt 495 Prozent, Herborn um 50 Punkte auf 415 Prozent und Langen ebenfalls um 50 Punkte auf nunmehr 650 Prozent. Mörfelden-Walldorf reduziert dagegen den Hebesatz um 50 Punkte. Dort war er erst im vergangenen Jahr um 195 Punkte auf 790 Prozent angehoben worden. Rüsselsheim bleibt mit 800 Prozent weiterhin an der Spitze, während die Steuerpflichtigen in Eschborn mit nur 140 Prozent am wenigsten belastet werden.

Verbandsvorsitzender Joachim Papendick zeigte sich nach der „Steuererhöhungsspirale der Vorjahre” über das Ergebnis der Umfrage erfreut. Bei der Grundsteuer B sei jedoch die Schmerzgrenze vielerorts längst überschritten.

(dpa)

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