Halloween

Das sind Hessens schaurigste Orte

Eine verlassene Arztvilla, ein Hexenberg und eine brennende Irrenanstalt im Herzen Frankfurts: In Sachen Horror-Schauplätze muss sich Hessen nicht verstecken. Wir haben gesammelt.

Das Land Hessen blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Und diese enthält auch dunkle Kapitel. Anlässlich der bevorstehenden Halloween-Nacht haben wir die gruseligsten Orte Hessens gesammelt.

Der grausigste aller Orte fehlt in unserer Liste? Schreiben Sie uns - online@fnp.de!

Steht nicht an erster Stelle, weil sie so grauenerregend ist, sondern, weil sie weltberühmt ist: Schließlich teilt sie ihren Namen mit dem Protagonisten einer der wichtigsten Schauergeschichten der Weltliteratur. In Mary Shelleys "Frankenstein oder der neue Prometheus" wird die Burg freilich mit keinem Wort erwähnt. Was die pfiffigen Darmstädter nicht davon abhält, mit dem Frankenstein-Image gute Geschäfte zu machen. Und wer sich jemals zu Halloween auf die Burg verirrt hat, der muss einräumen: Schaurig ist es schon.

Die Geschichte der Pflegeanstalten in Hadamar bei Limburg enthält wahrhaft grauenhafte Kapitel. In den 1940ern wurden in der Heil- und Pflegeanstalt systematisch Menschen mit Behinderungen und Menschen mit psychischen Erkrankungen getötet, später auch Kinder und mehrere hundert sogenannte Ostarbeiter. Insgesamt sollen bei den Tötungen im Rahmen der "Aktion T4" bis zu 14.500 Menschen ermordet worden sein. Die Ärzte und Pfleger töteten ihre meist ahnungslosen Opfer in einer Gaskammer, durch Giftinjektionen oder Nahrungsentzug. Die Leichen wurden anschließend im anstaltseigenen Krematorium verbrannt. Im Sommer 1941 soll die Euthanasie-Gruppe der Anstalt die Verbrennung ihres 10.000sten Opfers mit einem Umtrunk gefeiert haben. Das Töten endete erst mit der Besetzung des Ortes durch US-Truppen im März 1945. Heute erinnert eine Gedenkstätte an die Ermordung Schutzloser.

Nicht fern der Burg Frankenstein ragt im Darmstädter Land ein Berg auf, der in Sachen Hexen-Kultstätte dem Brocken nahekommt: Auf dem Ibes-Berg sollen sich regelmäßig Hexen versammeln. Als Beleg dafür werden magnetische Steine auf dem Berg angeführt - diese Kräfte sollen die Hexen dem Gestein verliehen haben.

Eine verlassene Arztpraxis in Bad Wildungen lockt seit Jahren Urban Explorers in die Heilbäderstadt in Nordhessen. "Urban Explorer" - das sind Menschen, die in ihrer Freizeuit verlassene Städte, Dörfer, Häuser und so weiter erforschen. Vorzugsweise nachts, vorzugsweise alleine. Zahlreiche Blogs und Youtube-Kanäle sind den "Lost Places" gewidmet. Die verlassene Arztvilla von Bad Wildungen ist bei Urban Explorers besonders beliebt. Warum? Sehen Sie selbst:

Direkt am Börsenplatz in der Frankfurter Innenstadt stand im 18. Jahrhundert die “Frankfurter Irrenanstalt”. Der Name ist Programm: psychisch kranke Menschen hatten damals keinerlei Rechte auf menschenwürdige Lebensbedingungen. Im Jahr 1738  verbrannten in dem Gebäude sieben Kranke; die Obrigkeit hatte verboten, die Türen zu öffnen. Erst der Psychiater und Kinderbuchautor Heinrich Hoffmann schuf 1864 eine neue Einrichtung für psychisch Kranke und zwar dort, wo heute das I.G.-Farben-Haus der Goethe Universität steht. Und das war für damalige Verhältnisse so modern und komfortabel, dass es schnell im Volksmund den Namen “Irrenschloß” bekam.

Ein Radweg durch den Rattenkanal: Für viele Fahrradpendler, die in Eschborn arbeiten, ist es ein tägliches Abenteuer: Unter der A66, am Rande des Sulzbachs, müssen sie durch eine schmale und dunkle Unterführung fahren – ein gefährliches Unterfangen. Was hinzu kommt: Die Betonrinne gehört zur offiziell beworbenen Regionalpark-Route für Familien, die zum Opel-Zoo führt. Also, Maske auf und durch!

Dort wo die Taunus-Muttis bei Gucci shoppen, war früher der Frankfurter Richtplatz. Dort wurden zum Beispiel Vinzenz Fettmilch und seine Schergen geköpft, nachdem ihnen erstmal die Schwurfinger der rechten Hand abgeschlagen wurden.

 

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