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Der Singliser See wird gern zum Surfen genutzt

Energiekonzern Uniper trennt sich von seinen Flächen

Singliser See in Borken wird noch dieses Jahr verkauft

Aus dem Gerücht wird Gewissheit: Der Singliser See wird verkauft. Das bestätigt Borkens Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm auf Anfrage der HNA.

Der Energiekonzern Uniper als Nachfolger von Eon und der Preußen Elektra bietet den See samt Ländereien für 4,5 Millionen Euro im Internet an.

Der Immobilienmakler Engel und Völkers offeriert auf seiner Homepage den Badesee als „Land- und Forstobjekt in Borken mit Entwicklungspotenzial“. Die Größe der zum Verkauf stehenden Fläche beläuft sich auf insgesamt 260 Hektar.

Die Stadt Borken ist nun auf der Suche nach einem Investor, der den See zusammen mit der Stadt touristisch entwickeln will: „Wir verhandeln bereits mit einem finanzstarken Partner, mit dem wir auf Augenhöhe reden und verhandeln können“, sagt Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm. Die Stadt Borken selbst sei wegen der vorläufigen Haushaltsführung finanziell nicht in der Lage, den geforderten Kaufpreis zu schultern.

Die Stadt Borken ist nun auf der Suche nach einem Investor, der den See zusammen mit der Stadt touristisch entwickeln will: „Wir verhandeln bereits mit einem finanzstarken Partner, mit dem wir auf Augenhöhe reden und verhandeln können“, sagt Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm. Die Stadt Borken selbst sei wegen der vorläufigen Haushaltsführung finanziell nicht in der Lage, den geforderten Kaufpreis zu schultern.

Das aber ist unwahrscheinlich, denn der Energieerzeuger, der sich 2015 von Eon abgespalten hatte, setze auf einen Käufer fürs gesamte Gelände, sagt Volker Bräutigam, Ansprechpartner für Uniper in Borken. Dessen Auswahl aber solle in enger Absprache mit der Stadt erfolgen, betonte Bräutigam. Uniper stelle alle Kraftwerkstandorte auf den Prüfstand. Da in Deutschland aber keine konventionellen Kraftwerke mehr gebaut würden, wolle sich Uniper noch 2019 von den dafür vorgehaltenen Flächen in Borken trennen.

Es geht nur um den Singliser See

Von den Verkaufsplänen ist allein der Singliser See betroffen. Der Naturbadesee Stockelache befindet sich im Eigentum der Stadt Borken, der Borkener See gehört dem Land Hessen und der Gombether See läuft weiter voll, er wird frühestens 2030 aus dem Bergrecht entlassen. Neben dem Singliser See sind auch die landwirtschaftlichen Flächen für den Verkauf vorgesehen. Ob und wie ein neuer Käufer die bisherigen Pachtverträge gestaltet, ist ungewiss.

Von Claudia Brandau

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