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Sonderausstellung zum Klimawissen aus der Vergangenheit

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Senckenbergmuseum
Ein rekonstruierter Langhals-Dinosaurier steht als Wahrzeichen vor dem Senckenberg-Museum. © Arne Dedert/dpa

Wie können Erkenntnisse über das Klima in einer sehr fernen Vergangenheit beim Verständnis des künftigen Klimas helfen? Das ist das Thema einer neuen Ausstellung mit dem Titel „Klimawissen schaffen“ im Frankfurter Senckenberg Museum, die am Freitag öffnet. Die Spurensuche der Forscherinnen und Forscher führte dabei in die Erdzeitalter der späten Kreidezeit und des Eozän.

Frankfurt/Main - Sie waren geprägt von einem hohen Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre und hohen Temperaturen.

In der Ausstellung werden Beispiele der Analyse sogenannter Klimaarchive gezeigt. Dabei handelt es sich etwa um versteinerte Überreste von Tieren und Pflanzen oder Ablagerungen in Eis oder Gestein, in denen Informationen zum Klima vor Millionen Jahren gefunden werden können. So wird etwa der Zahnschmelz eines Urpferdchens aus der Grube Messel untersucht oder die Jahresringe einer Muschel, in denen der Salzgehalt des Wassers aufgeschlüsselt werden kann, in denen die Muschel einst lebte. Weniger Salzgehalt bedeutet danach mehr Zufluss von Süßwasser, etwa durch schmelzende Gletscher - ein Hinweis auf veränderte Klimabedingungen.

„Wir brauchen das Wissen um die Klimageschichte, um heute und morgen kluge Entscheidungen in Bezug auf Klima-Entwicklungen treffen zu können“, sagte Andreas Mulch, Direktor des Senckenberg Forschungsinstituts, am Donnerstag bei der Vorstellung der neuen Museumsschau. Die Ausstellung ist so konzipiert, dass Besucher den Forschenden gewissermaßen über die Schulter blicken können und erfahren, was die Wissenschaftler bei ihrer Arbeit motiviert. dpa

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