1. Startseite
  2. Hessen

Später Wintereinbruch mit Schnee verursacht über 100 Unfälle

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Bis zu 15 Zentimeter Neuschnee in einer einzigen Nacht. Das kommt im April nicht oft vor und hat Auswirkungen.

Offenbach - Schneefälle haben in der Nacht zum Samstag in Hessen den Verkehr behindert und mehr als 100 Unfälle verursacht. Auf der Autobahn 4 in Osthessen standen mehrere Sattelzüge quer. Das habe bei Bad Hersfeld für große Verkehrsbehinderungen in Richtung Osten gesorgt, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Fulda am Samstag. Insgesamt habe es im Bereich des Polizeipräsidiums wegen der Straßenglätte rund hundert Unfälle gegeben. Diese seien aber überwiegend glimpflich und nur mit Blechschäden abgelaufen.

Die Polizeistationen Bad Schwalbach und Idstein meldeten aus den Höhenlagen des Taunus Unfälle von 14 Fahrzeugen, bei denen insgesamt ein Schaden von rund 93.000 Euro entstand. Fünf Menschen wurden demnach leicht verletzt. Auf der schneeglatten Autobahn 3 ereigneten sich in Unterfranken drei Unfälle mit sieben Autos. Deswegen wurde die vielbefahrene Strecke in Richtung Frankfurt am Freitagabend laut Polizei stundenlang gesperrt.

Die Schneefälle über Hessen lassen zwar nach - es bleibt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) allerdings zunächst noch trüb, regnerisch und ungemütlich. Erst am Montag geht der Regen allmählich in Schauer über und es wird etwas freundlicher. „Nach dem kurzen winterlichen Intermezzo steuern wir zu Beginn der neuen Woche auf eine generelle Wetterumstellung hin“, sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach.

Dabei gelangt feuchte und etwas mildere Meeresluft aus dem Nordwesten nach Mitteleuropa. Am Montag und in der Nacht zum Dienstag sorgt sie vor allem im hessischen Bergland für stürmische Böen. Am Dienstag werden tagsüber Temperaturen zwischen sieben und zwölf Grad erwartet, auf der Wasserkuppe bis fünf Grad.

Besonders stark waren die Schneefälle in der Nacht laut DWD über dem Rhein-Main-Gebiet und dem angrenzenden Sauerland. Auch in der Rhön kamen rund 15 Zentimeter zusammen. Nach Angaben des Meteorologen ist ein solch später Wintereinbruch im April „recht selten“ - wenn auch nicht außergewöhnlich. dpa

Auch interessant

Kommentare