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Spareinlage von Kundin behalten: Bewährung für Bankberater

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Eine Ausgabe der Strafprozessordnung liegt in einem Gerichtssaal
Eine Ausgabe der Strafprozessordnung liegt in einem Gerichtssaal. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Weil er die Spareinlage einer Kundin in Höhe von 50.000 Euro für sich behalten hat, ist ein Kundenberater einer Bank zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und fünf Monaten verurteilt worden. Die Richter am Amtsgericht Frankfurt gingen am Mittwoch von schwerem Betrug aus. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig - der Angeklagte hatte die Tat bestritten.

Frankfurt/Main - Die Kundin hatte sich im Frühjahr 2019 in einer Frankfurter Filiale der Bank von dem 36-Jährigen über ein attraktives Zinsangebot beraten lassen. In der Folge hob sie von ihrem Girokonto 50.000 Euro ab, um das Geld bei dem Berater einzuzahlen. Danach verließ sie die Zweigstelle, ohne sich allerdings die Einzahlung quittieren zu lassen. Der Angeklagte erklärte vor Gericht, der Kundin lediglich ein Einzahlungsformular vorbereitet zu haben. Im Anschluss hätte sie den Betrag am Schalter einzahlen müssen, was aber nicht geschehen sei.

Während die Bank ihrem Mitarbeiter glaubte und ihn weiter beschäftigt, schenkte das Gericht der Aussage der Rentnerin Glauben. Es sei keine andere Möglichkeit ersichtlich, wo das Geld abhandengekommen sei. Ermittlungen der Polizei hätten darüber hinaus ergeben, dass der Bankangestellte in den Wochen nach dem Vorfall verstärkt Spielkasinos besucht und private Schulden zurückgezahlt habe. dpa

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