Sparkasse schrumpft Filialnetz und baut Stellen ab

Frankfurt/Main - Die Frankfurter Sparkasse schrumpft ihr Filialnetz in den kommenden Jahren deutlich und baut Personal ab. 17 ihrer derzeit 60 Standorte will das Tochterinstitut der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) bis Mitte 2024 aufgeben, wie der seit September amtierende Vorstandsvorsitzende Ingo Wiedemeier am Donnerstag mitteilte. Die Schließungen betreffen ausschließlich das Stadtgebiet Frankfurt, die 15 Filialen im Umland von Hessens größter Stadt sollen unangetastet bleiben.

Die nach Bilanzsumme fünftgrößte deutsche Sparkasse folgt damit dem Branchentrend: Viele Bankkunden erledigen Bankgeschäfte auf digitalen Wegen, die Corona-Pandemie hat den Zug weg von der Filiale noch verstärkt. Die Frankfurter Sparkasse geht nach Angaben von Wiedemeier davon aus, dass sie künftig nur noch 20 Prozent ihrer Kunden ausschließlich in einer Filiale betreuen wird.

„Mit der Straffung unseres Filialnetzes und der generellen Verschlankung unserer Organisationsstrukturen und Betriebsabläufe bis 2025 geht eine Reduzierung um rund 140 Mitarbeiterkapazitäten einher“, führte Wiedemeier aus. Zugleich würden zusammen etwa 100 Stellen im digitalen Vertrieb und in der Immobilienfinanzierung geschaffen. Derzeit hat die Frankfurter Sparkasse etwa 1400 Vollzeitstellen. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ über die Pläne berichtet. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare