Salzbachtalbrücke
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Die leere A66 an der abgesperrten Salzbachtalbrücke.

Sperrung der Salzbachtalbrücke: Verkehrslage entspannter

Wiesbaden - Die Sperrung der Salzbachtalbrücke auf der Autobahn 66 bei Wiesbaden hat auch am Dienstagmorgen von vielen Autofahrern im Rhein-Main-Gebiet Geduld gefordert. Die Verkehrslage sei aber „deutlich entspannter“ als am Montag, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Ein Polizeihubschrauber sei am Morgen im Einsatz gewesen, um sich einen Überblick über die Verkehrssituation aus der Luft zu machen.

Die Polizei empfahl weiterhin, das Gebiet über die A60, A643 und A67 zu umfahren.

Wegen der gesperrten Brücke hatte es im Berufsverkehr zum Start in die Woche auf einigen Strecken erhebliche Verzögerungen gegeben. Auch im Bahnverkehr kommt es seit der Sperrung zu Problemen.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn verwies am Dienstagmorgen auf eine seit Sonntag geltende Störungsmeldung der Bahn. Demnach können Fernverkehrszüge nicht am Wiesbadener Hauptbahnhof halten. Es komme zu Ausfällen und Verspätungen. Betroffen seien unter anderem ICE-Züge zwischen Wiesbaden und Frankfurt sowie zwischen Wiesbaden und Mannheim. Auch die Strecke von Köln nach Mannheim sei betroffen. Es verkehrten zudem keine Regionalzüge und S-Bahnen, mit Ausnahme der Regionalzüge Wiesbaden - Niedernhausen - Limburg (Lahn).

Die Salzbachtalbrücke ist nicht das erste Mal in den Schlagzeilen. Ursprünglich sollte die marode Brücke vom Frühjahr 2019 an neu gebaut werden. Bei Vorbereitungen montierte eine Firma eine Transportschiene am nördlichen Brückenteil falsch und beschädigte dadurch das Bauwerk. Daraufhin musste die Zahl der Fahrspuren reduziert werden - die Brücke wurde im Rhein-Main-Verkehr zum Nadelöhr.

Auch beim derzeitigen Neubau der nahe gelegenen Schiersteiner Brücke hatte es massive Pannen gegeben. Bei den Arbeiten war im Februar 2015 ein Pfeiler abgesackt und hatte die Region in ein wochenlanges Verkehrschaos gestürzt, weil die Autobahnbrücke über den Rhein zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz komplett gesperrt werden musste. dpa

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