Auswirkungen bis Frankfurt

Sperrung des Mainzer Hauptbahnhofs bremst Pendler in der Region

Nach einem Zwischenfall am Mainzer Hauptbahnhof ist es am Donnerstagmorgen zu großen Verkehrsproblemen auch über die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt hinaus gekommen.

Nach einem Zwischenfall am Mainzer Hauptbahnhof ist es am Donnerstagmorgen zu großen Verkehrsproblemen auch über die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt hinaus gekommen. Sowohl aus Osten als auch aus Westen konnte der Bahnhof nicht angefahren werden, wie ein Sprecher der DB-Netz sagte. Der Bahnhof sei zur "vollen Verkehrszeit" über etwa zwei Stunden gesperrt gewesen.

Das spürten viele Pendler. Es habe "Flächenwirkung" bis Frankfurt gehabt, sagte der Sprecher. Züge und S-Bahnen fielen aus oder verspäteten sich. Auch nach Aufhebung der Sperrung des Mainzer Hauptbahnhofs gegen 8.20 Uhr dauerten die Verspätungen im Regionalverkehr am Vormittag an. Der Fernverkehr ist nach Angaben der Bahn vom Morgen um Mainz umgeleitet worden.

In Mainz verwies die Bahn die Fahrgäste nach eigenen Angaben auf die städtischen Verkehrsmittel. Ein Sprecher der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) sagte, dass auch aufgrund des schlechten Wetters ohnehin fast alle Busse im Einsatz gewesen seien. An kalten Novembertagen benutzten viele, die normal Rad fahren, die Busse. Ein paar wenige zusätzliche Fahrzeuge konnten auf die Straße geschickt werden. Die Busse hätten sich aufgrund zahlreicher Staus in der Innenstadt aber auch nur sehr langsam fortbewegt, sagte der Sprecher.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums in Mainz war der Zwischenfall am Hauptbahnhof kein Unfall. Demnach stand ein 79-jähriger Mann aus Frankfurt auf einem Gleis, wurde von einem Zug erfasst und starb. Es werde geprüft, ob er altersbedingt desorientiert gewesen sei. Auch einen Suizid schlossen die Ermittler nicht aus.

(dpa)

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