Nach dem Unwetter in Rheinland-Pfalz
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Meterhoch türmen sich am 19. Juli Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über der Ahr.

Städtetag fordert: Katastrophenschutz wetterfest machen

Als Lehre aus der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie der Corona-Pandemie wollen die hessischen Städte den Katastrophenschutz im Bundesland besser aufstellen. Dafür fordere man eine hessenweit einheitliche, moderne Stabssoftware, erklärte der Präsident des Hessischen Städtetages, der Fuldaer Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (CDU), nach der Sitzung der Spitzengremien des Verbandes am Donnerstag in Fulda.

Fulda - Die Software soll im Ernstfall etwa rasche Absprachen ermöglichen über die jeweilige Lage, verfügbare Einsatzkräfte und -geräte, die erforderlichen Maßnahmen sowie gegebenenfalls Unterstützungsbedarf. „Wir müssen das Hessische Katastrophenschutzgesetz jetzt wetterfest machen“, so Wingenfeld.

Auch mit der Organisation des Katastrophenschutzes befasste sich der Städtetag. Wenn das entsprechende Konzept auf den Prüfstand komme, sollte es anhand der Hochwasserkatastrophe und der Pandemie bewertet und eine Gefährdungsanalyse für Extremwetter-Ereignisse erstellt werden, forderte Wingenfeld. Zusätzlich müssten die bestehenden Warnsysteme ausgebaut werden: So sollten die Kommunen wieder akustische Warnungen über Sirenen einsetzen können, wenn sie sich dafür entscheiden. Als weiterer Baustein sollte aus Sicht des Städtetags der Mobilfunkdienst Cell Broadcast in Hessen nutzbar werden. Mit diesem System können alle Menschen in Gefahrenbereichen, die sich in einer entsprechenden Funkzelle mit ihrem Handy aufhalten, per Textnachricht gewarnt werden.

Die im Hessischen Städtetag versammelten Kommunen würdigten auch das Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. „Land und Kommunen müssen gleichermaßen alles dafür tun, ehrenamtliches Engagement zu stabilisieren und für die Zukunft zu sichern“, erklärte Wingenfeld. dpa

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