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Start-ups in Hessen spüren Zurückhaltung von Investoren

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Innovationen sind nach wie vor gefragt. Für Start-ups in Hessen wird es aber schwieriger, Kapital einzusammeln. (Symbolbild)
Gäste sitzen in einem der Meetingräume in einem Innovationszentrum. © Jens Büttner/dpa

Auch Start-ups in Hessen bekommen aktuell eine Zurückhaltung von Investoren zu spüren. Dies betreffe Unternehmen „durch die Bank“, sagte Sebastian Schäfer, Geschäftsführer des Gründerzentrums „TechQuartier“ in Frankfurt. Auch Alexander Hirschfeld vom Bundesverband Deutsche Startups hält fest: „Wir sehen, dass auch beim Start-up-Geschäftsklima der Trend nach unten geht.

Frankfurt/Main - Vor allem beim Blick in die Zukunft.“ Die Zurückhaltung von Investoren mache sich insbesondere bei größeren Finanzierungsrunden bemerkbar, wenngleich solide Geschäftsmodelle weiterhin gute Chancen hätten, an Geld zu kommen, hieß es.

Ein Sprecher des hessischen Wirtschaftsministeriums teilte mit, dass sich die Zahl der Finanzierungsrunden und die Höhe der Investitionen seit Jahresbeginn auf ähnlichem Niveau bewegten wie im Vorjahreszeitraum. Nennenswerte Investitionen gab es demnach unter anderem bei den Start-ups Wingcopter (Drohnen) mit 42 Millionen Euro, Enviria (Solarkonzepte, 22,5 Mio.) und Node Energy (Energieversorgung, 7 Mio.).

Start-ups, die sich auf erneuerbare Energien konzentrieren oder sich an Geschäftskunden richten, sind laut Schäfer besser aufgestellt als solche, die auf Endkunden zielen. In Hessen gibt es mit dem Bankenzentrum Frankfurt Stärken bei Finanz-Start-ups. Zudem liege der Fokus dort vermehrt auf Geschäftsmodellen, die sich an Unternehmen richten. Leitzinserhöhungen seien für die Zurückhaltung von Investoren ein zentraler Faktor. Zudem sorgen der Ukraine-Krieg und die Energiekrise für Unsicherheit.

Laut der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY gingen Investitionen in Start-ups im ersten Halbjahr bundesweit zurück. Wachstumsfirmen sammelten demnach etwa 6 Milliarden Euro Risikokapital ein - nach 7,6 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei habe es sich aber noch immer um das zweitbeste erste Halbjahr aller Zeiten gehandelt.

Schäfer zufolge stehen Unternehmen in Wachstumsphasen härtere Verhandlungen bevor. „Manche werden es auch nicht schaffen“, hieß es. Junge Unternehmen, die nicht auf Fremdkapital angewiesen seien, seien indes weniger stark betroffen. Laut dem Wirtschaftsministerium werden eher bestehende Start-ups vom eingetrübten Geschäftsklima getroffen, während bei Gründungsideen und Gründungsberatungen eine stärkere Aktivität zu verzeichnen sei. dpa

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