Bahnstreik

Fernverkehrszüge fallen aus, S-Bahn-Verkehr ist eingestellt

Es wird wieder gestreikt. Wegen gescheiterter Tarifverhandlungen fahren heute in Bayern keine Züge, auch ansonsten ist der Zugverkehr eingeschränkt.

Update vom Montag, 10. Dezember, 9:02 Uhr:  Der Streik der EVG wird beendet, es kommt aber weiterhin zu Ausfällen und Verspätungen.

 Bis 9 Uhr fährt kein Zug

Update vom Montag, 10. Dezember, 6:47 Uhr: Die Deutsche Bahn hat wegen des Warnstreiks bundesweit ihren Fernverkehr eingestellt. Das sagte eine Sprecherin des Konzerns der Deutschen Presse-Agentur am frühen Montagmorgen. Die Einstellung wird zunächst bis zum offiziell angekündigten Ende des Ausstands um 9.00 Uhr andauern. Darüber hinaus werde es aber während des gesamten Tages zu massiven Einschränkungen im bundesweiten Fernverkehr kommen, sagte ein Bahn-Sprecher. Er empfahl Reisenden dringend, ihre Reisen auf den Dienstag zu verschieben. Alle Tickets behielten ihre Gültigkeit, Zugbindungen seien aufgehoben - auch für den Dienstag.

 

S-Bahn-Verkehr eingestellt

Update vom Montag, 10. Dezember, 6.42 Uhr:  Wie der RMV soeben mitgeteilt hat, ist der S-Bahn-Verkehr im Rhein-Main-Gebiet während des Streiks eingestellt. Auch Regionalzug-Linien seien betroffen.

Update vom Montag, 10. Dezember, 6.33 Uhr:  Wegen des Warnstreiks bei der Deutschen Bahn fährt in Bayern kein Zug mehr. Bundesweit ist der Fernverkehr massiv eingeschränkt, teilte die Deutsche Bahn am frühen Montagmorgen mit. Viele Züge fallen aus oder sind verspätet. Der bis 9.00 Uhr angekündigte bundesweite Warnstreik wird voraussichtlich Auswirkungen bis zum frühen Nachmittag haben, sagte ein Sprecher der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). "Wenn der Fahrplan erst einmal durcheinander ist, dauert das eine Weile, bis alles wieder läuft."

Von Nürnberg aus gebe aus keine Fahrten Richtung Würzburg, München und Berlin. Auch im Südwesten soll es zu besonders massiven Einschränkungen kommen. Vom Karlsruher Hauptbahnhof fährt nach Gewerkschaftsangaben kein Zug mehr. In Berlin sollen ab 6.00 Uhr alle S-Bahnen ausfallen, hieß es von der Deutschen Bahn. Weitere Regionen würden voraussichtlich noch hinzukommen. Die Gewerkschaft hatte ihre Mitglieder in ganz Deutschland zum Ausstand aufgerufen und dabei keinen regionalen Schwerpunkt gesetzt.

Bahn richtet Hotline ein

Update vom Sonntag, 9. Dezember, 20.55 Uhr:  Die Bahn reagiert auf die angekündigten Streiks zum Wochenstart mit diversen Maßnahmen. Unter anderem sollen Fahrgast-Betreuung aufgestockt werden. Unter der Rufnummer 08000 996633 wurde eine Hotline eingerichtet. Im Fernverkehr sollen alle für Montag gekauften Tickets bis Dienstag gültig bleiben, teilte die Bahn mit. Für bestimmte Spartickets werde zudem die Zugbindung aufgehoben. Im Fall von Reiseabsagen wegen des Streiks sind Erstattungen von Tickets und Reservierungen geplant.

„Die DB bedauert, dass die Reisenden, darunter viele Arbeitnehmer, in der Adventszeit möglicherweise mehr Zeit und Geduld aufbringen müssen, um an ihr Ziel zu kommen“, erklärte der Konzern. Ein Schwerpunkt soll nach seinen Informationen Nordrhein-Westfalen sein.

EVG-Sprecher stellt Forderung für weitere Tarifverhandlungen

Update vom Sonntag, 9. Dezember, 20.21 Uhr: Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will erst nach einem verbesserten Angebot die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn wieder aufnehmen. Das sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz vor Journalisten in Berlin. „Wir hoffen, dass der Bahnvorstand die Signale verstanden hat, sonst sind weitere Warnstreiks nicht ausgeschlossen“, fügte er hinzu.

Bahn appelliert an Rückkehr an Verhandlungstisch

Update vom Sonntag, 9. Dezember, 17.05 Uhr:  Nach der Warnstreik-Ankündigung bei der Deutschen Bahn fordert der Konzern von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), die Gespräche über einen neuen Tarifvertrag rasch fortzusetzen. In einem Brief an die EVG-Führung, der der dpa vorlag, appellierte die Bahn an die Gegenseite, „an den Verhandlungstisch zurückzukehren“: „Wir sollten gemeinsam alles daran setzen, die Tarifverhandlungen im Sinne unserer Mitarbeiter, unserer Kunden und unseres Unternehmens kurzfristig einem Abschluss zuzuführen.“ Die Bahn lud die Vertreter der Gewerkschaft für Montagnachmittag zu neuen Gesprächen ein.

Gewerkschaft kündigt Bahn-Streiks für Montag an

Update vom Sonntag, 9. Dezember, 16.08 Uhr: Bei der Deutschen Bahn sollen Beschäftigte am Montagmorgen zwischen 5 Uhr und 9 Uhr ihre Arbeit niederlegen. Dies teilte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Sonntag mit. Sie hatte nach abgebrochenen Tarifgesprächen zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen.

Die Bahn geht davon aus, dass die Arbeitsniederlegungen „den Zugverkehr voraussichtlich bundesweit stark beeinträchtigen“ werden. Auch in den Stunden nach dem Warnstreik-Ende sei mit Störungen zu rechnen. „Die Deutsche Bahn setzt alles daran, die Auswirkungen der Warnstreiks auf ihre Kunden so gering wie möglich zu halten“, hieß es aus dem Konzern. „Die DB bedauert, dass die Reisenden, darunter viele Arbeitnehmer, in der Adventszeit möglicherweise mehr Zeit und Geduld aufbringen müssen, um an ihr Ziel zu kommen.“

Bahn-Streik trifft vor allem Bahn-Pendler

Update vom Sonntag, 9. Dezember, 15.07 Uhr:  S-Bahnen, Regional- und Fernverkehr sowie die Güterbahn sollen vom bundesweiten Warnstreik bei der Deutschen Bahn betroffen sein. Bahn-Pendler müssen, laut Medienberichten am Montag von 5.00 bis 9.00 Uhr mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen.

Streiks bei der Bahn ab Montag - Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen

Update vom Sonntag, 9. Dezember, 11.52 Uhr:  Nach dem Abbruch der Bahn-Tarifverhandlungen durch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ist laut Deutscher Bahn bereits am Montag mit Warnstreiks zu rechnen. "Es ist aktuell ein Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen am Vormittag angekündigt, der voraussichtlich überregionale Auswirkungen haben wird", teilte die Bahn am Sonntag auf ihrer Internetseite mit.

Die Deutsche Bahn empfahl insbesondere Reisenden von und nach Nordrhein-Westfalen, bereits am Sonntag oder aber erst am Montag nach dem Streikende anzureisen. Für Reisende mit Flexpreis- und Sparpreistickets mit Gültigkeit am Montag werde die Zugbindung aufgehoben, die Tickets könnten bereits am Sonntag genutzt werden.

Deutsche Bahn: Warnstreiks und Zugausfälle ab Montag - Tarifverhandlungen scheitern

Berlin - Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn sind am Samstag ergebnislos abgebrochen worden, die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) kündigte Warnstreiks an. Reisende müssten schonab Montag "mit erheblichen Zugausfällen rechnen", teilte die Gewerkschaft mit. Die Arbeitgeber hätten nur Angebote vorgelegt, "die nicht den Forderungen unserer Mitglieder entsprachen", sagte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba.

Die Tarifgespräche in Hannover waren am Donnerstag in die entscheidende Runde gegangen. In der niedersächsischen Landeshauptstadt verhandelte die Bahn parallel mit der Lokführergewerkschaft GDL und der EVG. Beide Gewerkschaften fordern 7,5 Prozent mehr Geld und den Ausbau eines 2016 vereinbarten Wahlmodells, bei dem Beschäftigte zwischen Lohnerhöhung, Arbeitszeitverkürzung und mehr Urlaub wählen können.

Streik bei der Deutschen Bahn: Gewerkschaft vertritt 16.000 Bahn-Mitarbeiter

Mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) vertagte sich die Bahn auf den kommenden Dienstag (11.12.) in Eisenach. Hier sei man kurz vor dem Ziel, betonte Bahn-Personalvorstand Martin Seiler. Die EVG lehnte hingegen eine Vertagung ab.

Die Verhandlungen in Hannover liefen seit Donnerstag parallel in zwei Hotels. Die EVG hatte bereits vorab mit einem Abbruch der Gespräche und „weiterreichenden Aktionen“ gedroht, falls in dieser Runde keine Einigung gelingen sollte. Sie vertritt etwa 160.000 Beschäftigte der Deutschen Bahn im Inland. Die kleinere GDL verhandelt für einen Teil davon - rund 36.000 Beschäftigte des Zugpersonals, darunter vor allem Lokführer, Zugbegleiter und Bordgastronomen.

Rubriklistenbild: © Bodo Marks/dpa

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