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Studie sieht gute Chancen für Hessens Autoindustrie

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Hessens Autoindustrie hat einer aktuellen Studie zufolge gute Chancen, vom digitalen Fortschritt zu profitieren. Die Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) haben die Bereiche Automatisierung, Vernetzung und Elektrifizierung als jeweils milliardenschwere Chancenmärkte ausgemacht. Vorteilhaft seien die hohe Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Digitaltechniken und die sehr gute Aufstellung in der Forschung, betonte der Arbeitgeberverband Hessenmetall zur Vorstellung der Studie am Donnerstag in Eppstein bei Frankfurt.

Frankfurt/Eppstein - Hessenmetall-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert forderte unter anderem den schnelleren Ausbau des Ladenetzes, ein besseres Umfeld für digitale Geschäftsmodelle sowie mehr und schnellere Genehmigungen für neue Fabriken auf der grünen Wiese. Diese böten die besten Voraussetzungen, die notwendigen digitalen Architekturen zu verwirklichen.

Im Jahr 2020 war laut IW die Automobilwirtschaft in Hessen für einen Umsatz von 20 Milliarden Euro verantwortlich, rund 7,6 Prozent der Bruttowertschöpfung. Rund 241.000 Erwerbstätige waren entlang der Wertschöpfungskette tätig. Neben industriellen Schwergewichten wie VW, Opel, Daimler Truck und Hyundai prägen vor allem kleine und mittlere Betriebe die hessische Automobilwirtschaft.

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen, die konventionelle Antriebsteile herstellen, erwartet schrumpfende Umsätze in den kommenden drei Jahren. Rund 90 Prozent gaben gleichzeitig an, sich in diesem Zeitraum neue Marktfelder erschließen zu wollen. Der Strukturwandel sei bereits im vollen Gange. dpa

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