Start-ups erleben Finanzierungsboom
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Der Schriftzug „Innovation“ steht bei der symbolischen Eröffnung vor dem Eingang.

Studie: Start-ups bekommen mehr Geld, aber Abstand groß

Start-ups in Hessen haben laut einer Studie 2021 deutlich mehr Geld von Investoren für ihre Geschäftsideen eingeworben als im Vorjahr. Doch verglichen mit anderen Bundesländern fällt die Summe gering aus, zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY. Demnach bekamen die Start-ups in Hessen im vergangenen Jahr 220 Millionen Euro Risikokapital - fünf mal so viel wie im Vorjahr (43 Mio).

Frankfurt/Main - Die Zahl der Finanzierungsrunden verdoppelte sich fast von 23 auf 44.

Die höchsten Summen sammelten das Frankfurter Versicherungs-Start-up Clark (69 Millionen Euro), der Kasseler Drohnenabwehr-Spezialist Dedrone (26,3 Mio) und der Darmstädter Drohnenentwickler Wingcopter (18,2 Mio) ein. Die jungen Firmen profitieren davon, dass das Geld bei Investoren nach dem Corona-Krisenjahr 2020 wieder locker sitzt.

Deutschlandweit bekamen Start-ups im vergangenen Jahr die Rekordsumme von knapp 17,4 Milliarden Euro von Investoren - mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr. Start-ups in Berlin warben alleine mit 10,5 Milliarden den Löwenanteil ein, gefolgt von Bayern (4,4 Mrd). Mit Abstand kommen Baden-Württemberg (599 Mio) und Nordrhein-Westfalen (566 Mio), Hamburg, Sachsen und dann Hessen. Mit dem Bankenzentrum Frankfurt hat das Land Stärken bei Finanz-Start-ups, liegt aber auch hier deutlich hinter Bayern und Berlin - trotz aller Bemühungen der Politik, die Szene am Main zu stärken.

Start-ups sind auf Geld von Investoren angewiesen, da sie anfangs keine Gewinne schreiben. Fonds und große Unternehmen stecken Kapital in junge Firmen in der Hoffnung, dass sich deren Ideen durchsetzen. Start-ups gelten als Innovationstreiber für die Wirtschaft. dpa

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