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dpatopbilder - 23.09.2018, Hessen, Rödermark: Ein schwer beschädigtes Auto mit eingedrücktem Dach und zerstörter Windschutzscheibe steht in einem Wohngebiet. Nach Aussage eines Anwohners hat eine sehr starke Windböe Teile eine Wohnhausdaches mit sich gerissen und auf die gegenüberliegen Strassenseite geschleudert. Ein dort geparktes Auto wurde unter den Trümmerteilen komplett begraben und schwer beschädigt. Foto: Andreas Arnold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Unwetter

Sturmtief „Fabienne” zieht über Hessen und hinterlässt Verwüstung

Die Auswirkungen des ersten Herbststurms des Jahres waren am Montag insbesondere im Bahnverkehr und am Frankfurter Flughafen noch zu spüren. Ein 55 Jahre alter Mann in Stockstadt am Rhein wurde am Sonntag schwer verletzt, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Im Kreis Darmstadt-Dieburg wurden nach Angaben der Feuerwehr mehrere Menschen von herabstürzenden Ziegeln und umherfliegenden Teilen leicht verletzt.

Die Auswirkungen des ersten Herbststurms des Jahres waren am Montag insbesondere im Bahnverkehr und am Frankfurter Flughafen noch zu spüren. Ein 55 Jahre alter Mann in Stockstadt am Rhein wurde am Sonntag schwer verletzt, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Im Kreis Darmstadt-Dieburg wurden nach Angaben der Feuerwehr mehrere Menschen von herabstürzenden Ziegeln und umherfliegenden Teilen leicht verletzt.

Sie musste aufgrund eines medizinischen Notfalls in ihrem Wagen auf der Landstraße in Richtung Babenhausen wiederbelebt werden. Der Ast sei erst später auf das Auto gestürzt und habe keine Verletzungen verursacht, sagte eine Polizeisprecherin.

Zwischen Darmstadt und Babenhausen mussten Pendler am Montag auf Busse umsteigen, weil mehrere herabstürzende Äste die Bahnleitung beschädigt hatten, wie ein Bahnsprecher sagte. Die Schäden sollten aber im Laufe des Tages behoben sein. Zwischen Ober-Roden und Dieburg sowie in Darmstadt-Arheiligen hätten die Züge am Morgen wieder normal fahren können.

- die Folgen waren auch am Montagmorgen noch zu spüren. „Es ist etwas voller als sonst”, sagte ein Sprecher der Flughafenbetreibers Fraport. „Das sind die Nachwirkungen von gestern.”

Sturmtief „Fabienne” hatte am Sonntag auch zu einem 20-minütigen Abfertigungsstopp geführt. Rund 130 Flüge mussten gestrichen werden - von insgesamt mehr als 1500 Flugbewegungen, wie der Sprecher sagte. Fraport zählte am Sonntag 230 000 Fluggäste.

Allein die Feuerwehr in Darmstadt rückte 160 Mal aus, wie ein Sprecher sagte. Ein großer Ast sei auf ein Hausdach und zwei Autos gestürzt. Die umliegenden Gebäude mussten geräumt werden - 36 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Das Dach eines Mehrfamilienhauses stürzte auf ein Nachbarhaus und machte es unbewohnbar, auch mehrere Autos wurden unter dem Dach begraben, wie die Feuerwehr berichtete.

In Münster bei Dieburg waren Dachteile von einer Schule geflogen. Die Feuerwehr hatte allein in der Stadt mit ihren rund 15 000 Einwohnern mehr als 120 Einsätze. In Gräfenhausen wurde das Dach eines Supermarkts abgedeckt. In Rüsselsheim flogen 100 Styroporplatten auf einer Baustelle umher. In Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen blieb ein Bus in einer überfluteten Unterführung stecken.

Mehr als 160 Notrufe meldete die Polizei in Südhessen. "Auffallend ist die hohe Zahl umgestürzter Bäume, die nach ersten

Einschätzungen deutlich höher als bei bisherigen Unwettern war",

hieß es vom Polizeipräsidium Südhessen. Im Südosten musste die Polizei insgesamt 82 Mal ausrücken.

(dpa)

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