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Ein Rest des früheren Grenzzauns steht auf der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Foto: Martin Schutt

Südkorea interessiert sich für Naturschutz am Grünen Band

Der ehemalige innerdeutsche Grenzstreifen zwischen Hessen und Thüringen soll noch in diesem Jahr aufgewertet werden. Thüringen will dem sogenannten Grünen Band als erstes Bundesland noch in diesem Jahr

Der ehemalige innerdeutsche Grenzstreifen zwischen Hessen und Thüringen soll noch in diesem Jahr aufgewertet werden. Thüringen will dem sogenannten Grünen Band als erstes Bundesland noch in diesem Jahr den Schutzstatus eines Nationalen Naturmonuments verleihen. Das Gesetz zum Grünen Band, das derzeit im Erfurter Landtag beraten wird, stößt auf Interesse auch in Südkorea. Vertreter des südkoreanischen National Nature Trusts informieren sich derzeit auf einer Konferenz in Eisenach über das Gesetzesprojekt sowie den Naturschutz entlang des ehemaligen Todesstreifens.

Sie besuchten auf Einladung von Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) auch einen Abschnitt des Grünen Bandes an der Landesgrenze zwischen Thüringen und Hessen bei Ifta (Wartburgkreis). Ifta grenzt an den nordhessischen Werra-Weißner-Kreis. Auf der koreanischen Halbinsel zieht sich eine demilitarisierte Zone ebenfalls wie ein grünes Band durch das geteilte Land.

Das Grüne Band an der ehemaligen innerdeutschen Grenze hat eine Länge von 1393 Kilometer. Es reicht von der Ostsee bis ins sächsisch-bayerische Vogtland und bietet Rückzugsgebiete für viele seltene Tiere und Pflanzen. Die Schutzgebietskategorie Naturmonument war 2010 im Bundesnaturschutzgesetz geschaffen worden.

(dpa)

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