Tabakpflanzen
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Tabakpflanzen, die von Unwettern zerstört wurden, stehen auf einem Feld.

Tabak-Projekt sieht nach Unwettern Qualitätseinbußen

Ein Kulturprojekt zur Traditionspflege im Tabakanbau im südhessischen Lorsch geht nach den Unwettern mit Hagel und Starkregen von Qualitätseinbußen bei seinen Zigarren aus. Die aromareichen Blätter der Pflanzen seien durch die Gewitter zerstört, sagte die Leiterin des Kultur- und Tourismusamtes der Stadt, Gabi Dewald, der Deutschen Presse-Agentur. Das Motto sei jetzt:

Lorsch - „Stehen lassen und schauen was passiert.“ Vielleicht könne man ja doch noch was ernten, zumindest die weniger aromatischen mittleren und oberen Blätter der Pflanzen.

Nachdem der letzte Tabakbauer in Lorsch nach Angaben Dewalds im Jahr 2000 mangels Wirtschaftlichkeit aufgegeben hatte, wurde im Jahr 2013 das Projekt ins Leben gerufen. Dort wird heute auf 1000 Quadratmetern wieder Tabak angebaut, um die Tradition des Handwerks in der Region am Leben zu halten. Die Mitarbeit sei rein ehrenamtlich. In normalen Jahren werden ausschließlich aus den unteren und weniger nikotinhaltigen Blättern der Pflanzen 8000 bis 10.000 Zigarren gefertigt. dpa

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