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Tag der Deutschen Einheit ist ein Tag der Hoffnung

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32 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands wird auch in Hessen dieses welthistorische Ereignis in Erinnerung gerufen.

Rasdorf - Hessens Innenstaatssekretär Stefan Sauer (CDU) hat den Tag der Deutschen Einheit als einen Tag der Hoffnung bezeichnet. Der Frieden in Europa sei keine Selbstverständlichkeit mehr, erklärte Sauer am Sonntag mit Blick auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. „Wir alle waren Jahrzehnte fest davon überzeugt, dass die Zeit der Kriege, der Zerstörung und des menschlichen Leids auf unserem Kontinent vorüber seien. Leider wurden wir getäuscht.“

Der Tag der Deutschen Einheit sei daher gleichzeitig ein Tag der Hoffnung, an dem die Solidarität und Unterstützung mit den Menschen bekundet werde, die sich derzeit für Demokratie und Freiheit einsetzten, betonte der CDU-Politiker bei einem Festakt zum Tag der Deutschen Einheit der Point Alpha Stiftung an der Gedenkstätte „Point Alpha“ in Rasdorf.

Am selben Ort rief der Generalvikar des katholischen Bistums Fulda, Prälat Christof Steinert, bei einem ökumenischen Gottesdienst am Montag zum Einsatz für Frieden, Freiheit und den Schutz christlicher Werte auf. Er habe sich als Kind dieser Region an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze mit der Entspannung nach 1989 lange nicht vorstellen können, dass es nun wieder Krieg in Europa, in der Ukraine gebe, sagte er laut Mitteilung. „War ich, waren wir zu naiv?“, fragte der Generalvikar in seiner Festpredigt.

Point Alpha an der heutigen hessisch-thüringischen Landesgrenze war ein Beobachtungsposten der US-Streitkräfte. Ab Juli 1946 übernahmen US-amerikanische Soldaten in solchen Posten die Überwachung der Grenze zur sowjetischen Besatzungszone. Die ehemaligen Baracken in dem Camp dienen heute als Präsentationsflächen.

In der Paulskirche in Frankfurt, in der 1848/49 mit der Nationalversammlung das erste demokratische Parlament Deutschlands getagt hatte, betonte Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff am Montag laut Mitteilung: „Wir sollten dankbar sein über den geschichtlichen Glücksfall, der die deutsche Wiedervereinigung ohne Krieg möglich gemacht hat, und ohne den wir heute nicht den Tag der Deutschen Einheit feiern könnten - in Frieden und in Freiheit.“ Bergerhoff zog eine Parallele zwischen den Zielen des Paulskirchenparlaments von 1848/49 und der friedlichen Revolution in der DDR von 1989: „Hier und heute stehen Ort und Veranstaltung in einem engen Bezug zueinander.“ Die Stadt Frankfurt will das 175. Jubiläum des Paulskirchenparlaments 2023 feierlich mit einem großen Programm begehen. dpa

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