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Tarifgespräche für Chemie-Beschäftigte gehen Sonntag weiter

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Chemiebranche
Blaue Flüssigkeit wird in einem Labor pipettiert. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die Tarifgespräche für rund 580.000 Beschäftigte in der deutschen Chemie- und Pharmabranche gehen bereits am Sonntag weiter. Die Verhandlungen sollen gegen Mittag in Wiesbaden fortgesetzt werden und sind bis Dienstag (18. Oktober) geplant, wie die Gewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband BAVC am Mittwoch mitteilten. Bisher war der Auftakt für Montag angesetzt gewesen.

Frankfurt/Main - Bei dem Treffen ab Sonntag handelt es sich bereits um die dritte Gesprächsrunde für den drittgrößten deutschen Industriezweig nach dem Auto- und Maschinenbau. Die Tarifpartner hatten sich im Frühjahr angesichts der Unsicherheit um den Ukraine-Krieg und die hohe Inflation zunächst auf einen Teilabschluss als vorläufige „Brückenlösung“ bis Herbst geeinigt: Sie beschlossen damals eine Einmalzahlung von 1400 Euro pro Beschäftigten. Die einstige Hoffnung, dass sich die gesamtwirtschaftlich Lage bis Oktober bessern könnte, hat sich jedoch zerschlagen - die Inflation hat seither noch angezogen und das teure Gas setzt der energieintensiven Chemie zu.

Während die IG BCE auf deutliche Lohnsteigerungen wegen der hohen Inflation pocht, ohne eine konkrete Zahl zu nennen, verweisen die Arbeitgeber auf eine trübe Lage vieler Firmen in der Energiekrise.

Die Gespräche für die Chemie- und Pharmabranche zählen zu den wichtigsten Tarifverhandlungen in nächster Zeit neben den laufenden in der Metall- und Elektroindustrie sowie denen für den Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Während die Gewerkschaften hohe Lohnsteigerungen wegen der Inflation durchsetzen wollen, warnen manche Ökonomen vor einer Lohn-Preis-Spirale durch hohe Tarifabschlüsse, welche die Inflation noch weiter anheizen könnte. dpa

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