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Tausende demonstrieren in Frankfurt gegen den Krieg

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Ukraine-Konflikt - Protest in Frankfurt/Main
Demonstranten sind unterwegs durch die Frankfurter Innenstadt. © Frank Rumpenhorst/dpa

Knapp 11 000 Menschen haben laut Polizei am Sonntag in Frankfurt für einen sofortigen Stopp des Krieges in der Ukraine demonstriert. Ein breites Bündnis aus mehr als 50 Organisationen hatte zu Großdemonstrationen in fünf deutschen Städten aufgerufen, darunter auch in Frankfurt.

Frankfurt/Main - Unter den Teilnehmern der Kundgebung waren Menschen aller Altersgruppen, auch zahlreiche Familien mit Kindern. An Kinderwagen und Babytragen prangten ukrainische Flaggen und selbstgemalte Schilder, die Frieden forderten. Auch Russisch war in der Menge auf dem Opernplatz zu hören. Eine junge Frau trug ein bemaltes T-Shirt mit der Aufschrift: „Ich bin Russin. Ich bin gegen den Krieg in der Ukraine.“

Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sagte, der Krieg führe zu unbeschreiblichem Leid. „Es erfüllt uns mit Trauer, Schmerz und Wut“, sagte er angesichts der Lage in dem osteuropäischen Land, wo Zehntausende auf der Flucht sind und in U-Bahn-Schächten Zuflucht vor Angriffen suchen. Der Oberbürgermeister würdigte den Mut der um Freiheit kämpfenden Ukrainer, aber auch den Mut der Menschen der russischen Friedensbewegung, die trotz harter Strafen gegen den Krieg demonstrierten.

Vertreter von Kirchen und Gewerkschaften beklagten sinnlose Gewalt und Angriffe besonders auf Zivilisten. Sie lobten die Hilfsbereitschaft, die viele Menschen auch in Frankfurt angesichts der Not der Flüchtlinge aus der Ukraine zeigten. Gleichzeitig wurde betont, es dürften keine Unterschiede zwischen Flüchtlingen nach ethnischer Herkunft gemacht werden.

Der DGB-Bezirksvorsitzende Michael Rudolph mahnte, eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben werde keinen Frieden schaffen. „Wir müssen vermeiden, jetzt wieder in die Logik des Wettrüstens zu kommen.“ dpa

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