Filip Kostic
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Frankfurts Filip Kostic in Aktion.

„Thema ist erledigt“: Glasner setzt wieder auf Kostic

Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner setzt nach der Affäre um den Streik von Filip Kostic wieder voll und ganz auf den serbischen Flügelflitzer. Ob er schon gegen den VfB Stuttgart dabei sein wird, ließ der Coach offen.

[Frankfurt/Main - ]Der Streik-Fall Filip Kostic ist für Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner nach einem Gespräch mit dem serbischen Fußball-Profi abgeschlossen. „Die Inhalte bleiben natürlich intern. Das Thema ist nun für uns erledigt“, sagte der 47 Jahre alte Österreicher am Freitag. Dabei ließ Glasner offen, ob Kostic im Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN), das vor 25 000 Zuschauern ausgetragen werden darf, im Kader oder gar in der Startelf stehen wird.

Kostic hatte Ende August mit einem Streik seinen Transfer zum italienischen Erstligisten Lazio Rom erzwingen wollen. Der Vorfall ist nun endgültig abgehakt. „Es wird keine Strafe geben, in dem ich ihn aus dem Kader verbanne“, betonte Glasner. Kostic selbst hatte bestritten, dass er gestreikt habe.

Dagegen wird Mittelfeldakteur Amin Younes wegen unüberbrückbarer Differenzen nicht mehr für die Eintracht spielen. „Das ist eine komplizierte Situation für beide Seiten“, sagte Glasner. „Das war kein einfacher Schritt.“ Younes, der noch bis Juni 2022 vom SSC Neapel ausgeliehen ist, soll eine überzogene Gehaltsnachbesserung gefordert und sich mit den Mitspielern überworfen haben. Nach Vereinsangaben sollen die kommenden Tage genutzt werde, um eine einvernehmliche Lösung für die aktuelle Situation zu finden.

Gute Aussichten auf ein Bundesligadebüt haben die beiden Neuzugänge Sam Lammers und Kristijan Jakic. „Sie haben einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht und sind absolute Kandidaten für die Startelf“, sagte Glasner über den Stürmer und den defensiven Mittelfeldmann.

Nach dem Saisonstart mit drei sieglosen Partien hofft der neue Cheftrainer endlich auf ein Erfolgserlebnis. „Ein Sieg ist sehr wichtig für das Selbstvertrauen“, sagte Glasner. „Das würde vieles einfacher machen.“ Vor allem vor der anstehenden Englischen Woche mit der ersten Europa-League-Begegnung gegen Fenerbahce Istanbul am Donnerstag und drei Tage später dem Bundesligaduell beim VfL Wolfsburg, dem Ex-Club von Glasner. „In Wolfsburg war ich zwei Jahre, deshalb wäre mir ein Sieg persönlich sehr wichtig“, unterstrich er.

Trotz der drei Spiele in einer Woche wolle sich Glasner nur auf das gegen die Stuttgarter konzentrieren und die Personalplanung nur darauf abstimmen. „Ich werde nicht rotieren, um zu rotieren. Ich rotiere, wenn ich der Meinung bin, dass ein anderer Spieler bessere Leistung zeigen kann“, erklärte er.

Das Bundesligaspiel gegen die Schwaben, die als Tabellen-13. einen Platz vor den Hessen stehen, sieht der Coach „als eine Herausforderung“ an. „Stuttgart ist eine spannende Mannschaft mit vielen jungen Spielern“, sagte Glasner. „Sie sind robust in der Defensive, schnell auf den Flügeln und kreativ im offensiven Zentrum.“ [dpa]

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