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Diese Krankheiten sind häufiger tödlich als Corona

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Von: Kim Hornickel

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Corona-Tests
Eine Laborantin sortiert Proben. © Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

In Hessen sterben seit der Pandemie mehr Menschen. Die häufigste Todesursache ist aber nicht das Coronavirus – sondern eine andere.

Wiesbaden – In Hessen sterben seit der Corona*-Pandemie mehr Menschen als zuvor. Allein 2020 starben insgesamt landesweit 70 051 Menschen, das waren 5,1 Prozent mehr als noch im Jahr 2019. Wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte, ist der Anstieg auf Infektionen mit dem Coronavirus zurückzuführen. Allein 3249 Menschen überlebten die Erkrankung nicht. Sie machen 4,6 Prozent an den gesamten Todesfällen aus. Weitere 515 Menschen starben demnach mit Corona. Sie waren also mit dem Virus infiziert, die Infektion war aber nicht die Todesursache.

Damit steigen die Todesfälle zwar insgesamt durch die Pandemie an, für die häufigsten Todesfälle ist aber eine andere Krankheit verantwortlich. Im vergangenen Jahr waren das Krankheiten des Kreislaufsystems. In Hessen starben daran 24 590 Menschen. Damit sind diese Erkrankungen für rund 35,1 Prozent der Todesfälle verantwortlich. Als zweithäufigste Todesursache nennt die Statistik Krebserkrankungen. Ein Viertel der Verstorbenen in Hessen litt daran.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 15.11.2021 veröffentlicht. Da er für unsere Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

Corona in Hessen: Virus ist nicht die häufigste Todesursache

Deutlich weniger Menschen starben an Krankheiten des Atmungssystems. 6,6 Prozent der Todesfälle gehen auf diese zurück. Auf dem letzten Platz der Todesursachen in Hessen rangieren Verletzungen oder Vergiftungen. Daran starben 2020 noch 4,3 Prozent.

Die Zahlen des Statistischen Landesamts zu Corona-Todesfällen können von den Daten des Robert Koch-Institut (RKI) abweichen. Denn das Landesamt bezieht sich auf die amtliche Todesursachenstatistik. Sie erfasst die in den Todesbescheinigungen dokumentierten Grundleiden und Begleiterkrankungen. Das RKI und die Landesgesundheitsbehörden dagegen erhalten ihre Zahlen über die Meldepflichten nach dem Infektionsschutzgesetz.

Zuletzt hatten sich wieder vermehrt Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das bringt auch die Krankenhäuser in Bedrängnis. Die Betten auf den Intensivstationen sind wieder mit Corona-Patienten belegt und reguläre Operationen müssen verschoben werden. (kh) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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