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Tödliche Polizeischüsse im Bahnhofsviertel

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Polizistin
Eine Polizistin steht vor einem Streifenwagen. © David Inderlied/dpa/Illustration

Im Fall der tödlichen Polizeischüsse auf einen jungen Mann im Frankfurter Bahnhofsviertel hat die Staatsanwaltschaft gegen einen Beamten Ermittlungen wegen Totschlags aufgenommen. Das sei das übliche Vorgehen in solch einem Fall, teilte eine Sprecherin der Behörde am Montag auf Anfrage mit. Zuvor hatte der Hessische Rundfunk (hr) berichtet. Demnach habe der beschuldigte Polizist von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht und sich nicht zum Geschehen geäußert.

Frankfurt/Main - Laut der Staatsanwaltschaft war der 23-Jährige bei dem Einsatz Anfang August unter anderem am Kopf getroffen worden und sofort tot. Zunächst hatte es geheißen, dass er später an seinen Verletzungen gestorben war.

Wie die Ermittlungsbehörde bereits zuvor bekannt gab, hatte der Mann zwei Prostituierte in das Hotel im Rotlichtviertel kommen lassen und wollte diese zwingen, Drogen zu nehmen. Dies hätten die Frauen abgelehnt und seien daraufhin mit einem Messer bedroht worden. Sie hätten jedoch fliehen können. Bei dem darauffolgenden Polizeieinsatz habe der 23-Jährige einen Polizeihund mit dem Messer schwer verletzt. Als die Situation eskalierte, seien Schüsse gefallen.

Zu den genauen Hintergründen, warum es zu der Schussabgabe kam, wollte die Staatsanwaltschaft am Montag keine Angaben machen. Das werde alles derzeit ermittelt, sagte die Sprecherin. Der 23-Jährige ohne Wohnsitz war auf Grund von zahlreichen Straftaten, insbesondere der Gewalt- und Drogenkriminalität, polizeilich bekannt. dpa

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