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Die letzte Lichterkette wird eingelagert. Dann geht es an den Weihnachtsbaum auf dem Römerberg selbst. Der ist seit gestern Geschichte.

Noch zwei Monate bis Weihnachten

Traditioneller Weihnachtsbaum: Eine Fichte für Frankfurt

Eine Delegation der Stadt Frankfurt hat in Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) eine Fichte für den Frankfurter Weihnachtsmarkt ausgesucht. „Noch steht der knapp 30 Meter hohe Baum im Spessart. Am 1.

Eine Delegation der Stadt Frankfurt hat in Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) eine Fichte für den Frankfurter Weihnachtsmarkt ausgesucht. „Noch steht der knapp 30 Meter hohe Baum im Spessart. Am 1. November wird er nach Frankfurt transportiert und auf dem Römerberg aufgestellt”, teilte Ines Philipp von der Tourismus und Congress GmbH Frankfurt mit.

Am 26. November öffnet der Frankfurter Weihnachtsmarkt. Er zählt mit etwa drei Millionen Besuchern zu den bedeutendsten in Deutschland. Der dazugehörige Baum wird den Frankfurtern jedes Jahr von einer anderen Region spendiert. Diese kann im Gegenzug auf dem beliebten Weihnachtsmarkt mit einem Stand für sich werben. Damit hat die Stadt frühzeitig die Weichen in Sachen Weihnachtsbaum gestellt.

Aber was ist mit den Bäumen, die traditionell zu Weihnachten in vielen privaten Haushalten für eine festliche Atmosphäre sorgen? Sorgt die nach wie vor herrschende Trockenheit nach dem heißen Sommer für Ausfälle? Nein, das sei nicht der Fall, sagte der geschäftsführende Direktor des hessischen Waldbesitzerverbandes, Christian Raupach. Alles in allem werde es dieses Jahr eine ausreichende Zahl an Weihnachtsbäumen aus Hessen geben. Die dürften aber möglicherweise nach den heißen und trockenen Sommertagen etwas früher ihre Nadeln verlieren.

Das sei aber nicht dramatisch, wie Raupach sagt. Spannend sei die Frage, wie sich das Geschäft für die hessischen Erzeuger - etwa aus dem Odenwald, dem Spessart oder aus dem Taunus - in diesem Jahr entwickeln wird. „Vieles wird davon abhängen, wie viele Bäume aus Dänemark importiert werden. Ich gehe davon aus, dass die Trockenheit in dem Land für starke Ausfälle gesorgt hat”, sagte Raupach.

Für die hessischen Anbieter könne das von Vorteil sein. Preissenkungen seien für hessische Nadelbäume daher mitnichten zu erwarten. Jedoch bringe die anhaltende Trockenheit langfristige Probleme mit sich, betont der Forstwissenschaftler. Vor allem von den in diesem Jahr gepflanzten Bäumchen dürften nach der Hitzewelle viele vertrocknet sein. Damit dürfte die Versorgung mit Bäumen in 7 bis 8 Jahren zum Problem werden.

Um dem entgegenzutreten, müssten im kommenden Jahr zahlreiche Nadelbäumchen angepflanzt werden. Außerdem könnten Erzeuger das Wachstum bereits angepflanzter Bäume mithilfe einer speziellen Technik bremsen. Auf diese Weise lasse sich die Lücke in einigen Jahren teilweise schließen. „Und eine Lücke wird es auf alle Fälle geben”, ist Christian Raupach überzeugt.

(dpa)

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