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Noch ein paar Tage werden die Thermometer in der Rhein-Main-Region ziemlich hoch klettern.

Wetter

Turbosommer: Noch eine Woche Gluthitze

Der Sommer könnte sich nächste Woche auf ein Normalmaß herunterschrauben, eine Abkühlung ist in Sicht. Doch die lange Dürre hat gravierende Spuren hinterlassen.

In Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind die Menschen am Freitag besonders ins Schwitzen gekommen. Dort wurden die bundesweit höchsten Temperaturen gemessen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach war es in Darmstadt mit 37,2 Grad am wärmsten. Platz zwei der heißesten Orte Deutschlands belegten Bad Nauheim und Mannheim mit jeweils 36,8 Grad.

Nach langer Gluthitze soll der Sommer nächste Woche endlich einen Gang zurückschalten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach erwartet für kommenden Donnerstag einen „signifikanten Temperaturrückgang“, wie Meteorologe Lars Kirchhübel gestern sagte. Zwar heize es sich bis Mittwoch noch bis zu 39 Grad auf. Danach fielen die Temperaturen stark, in Deutschland würden dann 20 bis 30 Grad herrschen, wobei 30 Grad nur punktuell erreicht werde.

Das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Der Südosten muss sich heute erst einmal auf Gewitter einstellen, die auch unwetterartig mit Starkregen und Hagel ausfallen können. Über Abkühlung kann sich der Norden freuen – für die Nordseeküste sind 23 Grad vorausgesagt. Derweil geht es im Rhein-Neckar-Raum und am Oberrhein mit bis zu 38 Grad richtig heiß zu.

Höhenretter mussten einen Baukranführer gestern in Düsseldorf aus seiner überhitzten Steuerkabine abseilen. Der 40 Jahre alte Kranführer war wegen eines Hitzestaus in seiner Kabine in 25 Metern Höhe kollabiert. Der Mann war kurze Zeit bewusstlos. Besorgte Mitarbeiter alarmierten die Rettungskräfte. Der Mann kam ins Krankenhaus.

Die anhaltende Trockenheit zeigt vielerorts ungewohnte Folgen. Eine Kreisverwaltung an der Mosel zog die Notbremse: Bürger im Kreis Cochem-Zell (Rheinland-Pfalz) dürfen ihren Rasen nicht mehr bewässern. Die Feuerwehren dürfen kein Wasser mehr für Übungen nutzen. Bei Verstößen drohen bis zu 5000 Euro Buße.

Ein schusseliger Schwimmer löste in der Nähe von Schwerin einen großen Such-Einsatz aus. Wie die Polizei gestern mitteilte, waren schon in der Nacht zu Dienstag am Badestrand des Dümmersees herrenlose Kleidungsstücke aufgetaucht. Die Beamten vermuteten ein Badeunglück. „Wir starteten mit der Feuerwehr und der DLRG einen großen Sucheinsatz.“ Ohne Ergebnis. Nach wenigen Tagen steht nun der Besitzer der Kleidung vom Strand fest. „Er hatte sie dort zunächst abgelegt und dann nicht wiedergefunden.“ (dpa)

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