"Infektiös - C19" steht auf einem Hinweiszettel auf einem Sarg mit einem Verstorbenen, der an oder mit dem Coronavirus gestorben ist.
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Sarg eines Toten, der in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben ist

Corona-Pandemie

Übersterblichkeit in Deutschland steigt an – ein Bundesland schneidet besonders schlecht ab

  • Matthis Pechtold
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Die Corona-Pandemie wirkt sich zunehmend auf die Übersterblichkeit aus: Im November 2020 sterben deutlich mehr Menschen in Deutschland als sonst im Zeitraum. 

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland ist im November deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes sind im vergangenen Monat elf Prozent oder 8186 mehr Menschen gestorben als im November-Schnitt der vier Vorjahre. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit Corona lag demnach bei 7335. Deutschlandweit wurden insgesamt 84 480 Todesfälle gezählt. Zuletzt seien hierzulande im Jahr 1974 mehr als 80 000 Menschen in einem November gestorben, hieß es.

Deutschland: Todesfälle sind deutlich gestiegen

Wie die Statistiker am Freitag weiter mitteilten, war die Übersterblichkeit in Sachsen im letzten Monat besonders hoch. In dem Bundesland, das stark von Corona betroffen ist, starben im Vergleich zum November der Vorjahre 39 Prozent mehr Menschen. Sowohl bundesweit als auch in Sachsen nahm die Differenz um Woche zu Woche zu. In der letzten Novemberwoche (48. KW) lag sie in Sachsen 55 Prozent über dem Vorjahresschnitt. Deutschlandweit waren es 14 Prozent. Zeitgleich war im November auch die Zahl der Menschen die an oder mit Corona starben von Woche zu Woche in die Höhe geklettert.

Die Statistiker registrierten vor allem bei den über 80-Jährigen eine deutliche Zunahme der Todesfälle. „Die Sterbefallzahlen der unter 80-Jährigen sind hingegen auf dem Niveau der Vorjahre“, hieß es.

Deutschland: Corona mitunter für hohe Sterblichkeit verantwortlich

„Neben den direkten und indirekten Folgen der COVID-19-Pandemie können auch Verschiebungen in der Altersstruktur der Bevölkerung zu überdurchschnittlichen Sterbefallzahlen beitragen“, erklärten die Experten. So sei die Zahl der Menschen ab 80 Jahren von 2015 bis 2019 von 4,7 Millionen auf 5,7 Millionen gestiegen. (marv mit Agenturen)

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