Uwe Wünstel, Geschäftsführer der Reptilium Terrarien- und Wüstenzoo GmbH, hält nach einer Pressekonferenz im Terrarien- und Wüstenzoo „Reptilium“ Löwenbaby Lea auf dem Arm.
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Löwenbaby Lea verlässt Deutschland in Richtung einer neuen Heimat. Zieh-Papa und Reptilium-Geschäftsführer Uwe Wünstel muss sich schweren Herzens von dem Löwenbaby trennen.

Abschied vom Reptilium

Bye, bye: Die Reise von Löwenbaby Lea geht weiter nach Spanien

  • Rebecca Röhrich
    vonRebecca Röhrich
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  • Sarah Winter
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Nach dem Unfall auf der A5 bei Walldorf ist jetzt klar, wo Löwenbaby Lea hingehört. Noch in dieser Woche geht die Reise der kleinen Löwin weiter nach Spanien.

  • Bei einem Verkehrsunfall auf der A5 bei Walldorf wurden vier Personen eingeklemmt.
  • Die Einsatzkräfte fanden bei ihren Bergungsarbeiten ein Löwenbaby in einer Holzbox.
  • Aus Frachtpapieren geht hervor, dass das Raubtier auf dem Weg von der Slowakei in einen spanischen Zoo war - Jetzt geht Lea‘s Reise weiter.

Update von Donnerstag, 22.10.2020, 11:05 Uhr: Rund sechs Wochen ist es nun her, dass Löwenbaby Lea auf der A5 bei Walldorf einen schweren Autounfall hatte. Lea wurde daraufhin im Reptilium Landau großgezogen, doch so langsam wird das Raubtier groß. Und so richtig passt ein Löwe ja auch nicht in einen Reptilienzoo. Nun soll ihre Reise, die in der Slowakei startete und sie nun für sechs Wochen nach Landau in Rheinland-Pfalz führte, weitergehen bis zu ihrem Bestimmungsort in Spanien. „Lea erwartet eine artgerechte Haltung, der Betreiber hat einen sehr liebevollen Umgang mit den Tieren“, sagte Landrat Dietmar Seefeldt vom Landkreis Südliche Weinstraße am Mittwoch in Landau.

Reptilienzoo-Geschäftsführer Uwe Wünstel zufolge war die Aufnahme des Löwenbabys durchaus eine Herausforderung, da der Tierpark keine Erfahrung mit Raubkatzen hatte. Mittlerweile wiege Lea schon 19 Kilo und fresse 1100 bis 1500 Gramm Fleisch am Tag. „Es wird Zeit, dass sie zu Artgenossen kommt und zum Beispiel die löwische Sprache lernt“, sagte Wünstel. In Landau habe Lea zuletzt wiederholt das Hundebellen nachgeahmt. In dem Zoo in Barcelona werde die Löwin artgerecht zusammen mit gleichaltrigen anderen Löwen in einem großen Gehege leben. Wann genau Lea abreist, wollte er aber nicht verraten. Die kleine Löwin müsse vor zu viel Aufmerksamkeit geschützt werden. 

Nach A5-Unfall: Jetzt ist klar, was es mit Löwenbaby Lea auf sich hat

Update von Dienstag, 15.09.2020, 17 Uhr: Eine Woche nach dem Unfall auf der A5 ist nun bekannt, wo das eingesperrte Löwenbaby Lea herkommt. Laut der „Bild“, liegt ein artenschutzrechtlicher Herkunftsnachweis vor. Aus Frachtpapieren geht hervor, dass das Raubtier auf dem Weg von der Slowakei in einen Zoo im Raum Barcelona war. Das zuständige Landratsamt Karlsruhe hat derzeit mit der rechtmäßigen Züchterin Kontakt, die sich unter anderem wegen fehlender Dokumente verantworten muss.

Bislang wurde das Raubtier im Zoo von Landau untergebracht. Mittlerweile ist Lea acht Wochen alt und bereit für den Weitertransport.

Erstmeldung von 08.09.2020, 21.14 Uhr: Walldorf – Diesen Einsatz vergessen die Polizeibeamten, die am Dienstag (08.09.2020) zu einem Unfall auf der A5 gerufen wurden, so schnell nicht. Als sie den Anhänger von einem der Unfallautos öffneten, trauten sie ihren Augen nicht. Denn darin war ein Löwenbaby eingesperrt.

Schwerer Unfall auf A5 nahe dem Autobahnkreuz Walldorf: Löwenbaby in Holzkiste

Am frühen Dienstagmorgen krachte es gewaltig auf der A5. Zwischen dem Autobahnkreuz Walldorf und der Anschlussstelle Kronau übersah der Fahrer eines Sprinters den stockenden Verkehr im Baustellenbereich und raste in einen Sattelzug. Durch den Aufprall geriet der Sprinter ins Schleudern und stieß mit dem Anhänger eines neben ihm fahrenden Kleinbusses zusammen. Vier Menschen wurden dabei schwer verletzt, wie die Polizei berichtet.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an, um die in den Wagen eingeklemmten Menschen zu befreien. Wer hätte zu diesem Zeitpunkt ahnen können, dass sich noch ein Passagier an Bord eines der Fahrzeuge befand? Denn als die Retter den Anhänger des Kleinbusses öffneten, trauten sie ihren Augen nicht. Ein Löwenbaby war dort in einer Holzkiste eingesperrt.

Das Löwenjunge wurde von den Einsatzkräften in einer Holzbox gefunden.

Überraschender Fund nach Unfall auf der A5: Herkunft des Löwen unklar

Die Verletzten wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Der kleine weiße Löwe befindet sich nun in der Obhut der Tierrettung Rhein-Neckar. Woher der Löwe stammt und wohin das Tier auf dem Weg war, ist derzeit noch unklar. Der Fahrer des Kleinbusses wird aktuell im Krankenhaus versorgt und konnte laut Polizei noch nicht vernommen werden.

Auch ist noch unklar, ob es sich um einen legalen Tiertransport gehandelt hat. Denn für den Transport von exotischen Zootieren bedarf es spezieller Papiere. Ob diese in dem Fall vorliegen, ist auch noch nicht geklärt.

Einen Schock für einen Autofahrer bedeutete kürzlich ein Vorfall auf der A5 bei Mörfelden-Walldorf: Mehrere dunkel gekleidete Personen warfen einen Stein auf seine Frontscheibe. Der Autofahrer kam mit dem Schrecken davon und blieb bei der Attacke unverletzt.

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