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Uni-Klinikmitarbeiter treten wieder in Warnstreik

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Streik
Beschäftigte nehmen an einem Warnstreik teil. © Stefan Sauer/dpa/ZB/Symbolbild

Beschäftigte des privatisierten Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) wollen bei einem erneuten Warnstreik ihrer Forderung nach sicheren Arbeitsbedingungen Nachdruck verleihen. Ab Beginn der Frühschicht am kommenden Dienstag (2. August) bis zum Ende der Spätschicht am Mittwoch (3. August) seien die nicht-ärztlichen Beschäftigten aufgerufen, die Arbeit niederzulegen, teilte die Gewerkschaft Verdi am Freitag mit.

Gießen - Ziel sei ein „Tarifvertrag Beschäftigungssicherung“.

Der aktuelle Versuch des Arbeitgebers, auch positiv auf das Coronavirus getestete Beschäftigte einzusetzen, zeige, wie angespannt die Situation sei, sagte Gewerkschafter Fabian Dzewas-Rehm. „Niemand kann im Krankenhaus einen weiteren Personalabbau verantworten.“

Hintergrund des Streiks sei das drohende Auslaufen wichtiger Sicherheiten für die Beschäftigten, weil die UKGM-Mehrheitseignerin, die Rhön-Klinikum AG, eine Vereinbarung mit dem Land Hessen zur Zukunft des Krankenhauses gekündigt habe, teilte Verdi weiter mit. Die Mitarbeiter seien in Sorge, denn Ende des Jahres liefen neben der Übernahme der Azubis auch der umfassende Kündigungsschutz sowie ein grundsätzliches Ausgliederungsverbot aus.

In der jetzigen Situation, mitten in den Verhandlungen mit dem Land über einen neuen Zukunftsvertrag und immer noch ohne konkrete Ergebnisse, sehe man „keine Grundlage“ für einen Beschäftigungstarifvertrag, sagte der Vorsitzende der UKGM-Geschäftsführung, Gunther K. Weiß, am Freitag laut Mitteilung.

Der neuerliche Ausstand fällt in eine angespannte Lage: Derzeit fehlen pandemiebedingt so viele Beschäftigte, dass am Gießener Standort der Uni-Klinik ausnahmsweise auch positiv auf das Coronavirus getestete Mitarbeiter zum Dienst kommen und Patienten versorgen dürfen. Das UKGM teilte mit, dass die Patientenversorgung trotz Warnstreiks sichergestellt sei.

Die Beschäftigten hatten bereits Mitte Juli ihre Arbeit niedergelegt. dpa

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