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Untersuchung des Rheingrunds auf Bomben

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Loreley
Der Loreley-Felsen ist vor dem Rhein zu sehen. © Bernd F. Meier/dpa/Archivbild

Experten untersuchen vor Testbaggerungen für eine Vertiefung der Fahrrinne im Mittelrhein die Flusssohle auf Weltkriegsbomben. Wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Rhein in Duisburg der Deutschen Presse-Agentur mitteilt, ist der etwa einwöchige Einsatz eines Bootes der Firma Sea Terra von diesem Montag (21.2) an geplant. Die Kampfmittelsondierung des brandenburgischen Spezialunternehmens sei rheinabwärts von Lorch und rheinabwärts von Oberwesel nahe dem berühmten Loreley-Felsen vorgesehen.

Lorch/Oberwesel - Zur Ortung eisenhaltiger Objekte im Wasser werden laut WSA hochauflösende Magnetometer eingesetzt. „In den Magnetik-Daten werden potenzielle Kampfmittel als Abweichung vom Erdmagnetfeld erkennbar. Routinierte Geophysiker werten diese Abweichungen aus“, teilt die Behörde weiter mit. Im Falle der Entdeckung von Bomben würde sich je nach Fundort der staatliche Kampfmittelräumdienst von Hessen oder Rheinland-Pfalz um deren Beseitigung kümmern.

Nach Angaben des WSA sind die Testbaggerungen mit einem Fräsverfahren auf dem felsigen Rheingrund bei Lorch und Oberwesel in der ersten Maiwoche geplant, falls der Wasserstand das dann zulässt. Ziel dieser Arbeiten der Firma Hülskens Wasserbau mit Sitz in Wesel sei es, die Auswirkungen auf die Umwelt gegebenenfalls zu verringern.

Zwischen Wiesbaden und St. Goar soll die Fahrrinne für Schiffe von garantierten 1,90 Metern auf durchgängig 2,10 Meter vertieft werden. Dafür sollen vermutlich von Ende 2029 bis 2033 mit zweistelligen Millionenkosten sechs „Tiefenengstellen“ beseitigt werden. Besonders das Niedrigwasser im extrem trockenen Jahr 2018 soll im bundesweiten Wasserstraßennetz Milliardenschäden verursacht haben - sehr viele Schiffe konnten damals lange nur zum Teil beladen werden. Im Zuge des Klimawandels erwarten Experten künftig mehr Niedrigwasserphasen. dpa

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