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US-Investor Silver Lake steigt bei Software AG ein

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Die Software AG holt sich den US-Finanzinvestor Silver Lake an Bord. Die auf Technologieinvestments spezialisierte Firma soll neben 344 Millionen Euro für Wandelanleihen der Darmstädter auch Expertise beim Umbau des MDax-Konzerns beisteuern. Das Management verspricht sich nach einer Mitteilung von Montagabend eine Beschleunigung des Wachstums. Die Aktie der Software AG gab am Dienstag deutlich nach.

Darmstadt - Davor hatten Spekulationen über ein mögliches Übernahmeangebot dem Kurs Schwung verliehen. Nun bezeichnete ein Händler die strategische Kooperation als eher enttäuschend.

Silver Lake werde Wandelschuldverschreibungen des Unternehmens zeichnen, die für rund 10 Prozent des derzeit ausgegebenen Grundkapitals stünden, hieß es. Ziel sei es, die nächste Phase der „Helix“ genannten Strategie einzuläuten, sagte Finanzchef Matthias Heiden der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. „Wir wollen weiter investieren und das Wachstum unserer cloudfähigen Produkte beschleunigen - da haben wir auch schon erfolgreich gearbeitet im ersten Teil des Umbaus.

Die Partnerschaft mit Silver Lake wird von der Software-AG-Stiftung von Firmengründer Peter Schnell mitgetragen, die mit über 30 Prozent größte Aktionärin bei den Darmstädtern ist. Im Zuge der Partnerschaft räumt man den US-Investoren auch Plätze im Aufsichtsrat frei.

Rund ein Jahrzehnt lang war die Software AG kaum gewachsen - ungewöhnlich für die Softwarebranche und für einen Anbieter, der von der Digitalisierung der Wirtschaft profitieren sollte. Das Unternehmen ist mit Datenbanksoftware für Großrechner groß geworden, hat sich aber mittlerweile auf Integrationssoftware spezialisiert, die in Unternehmen verschiedene IT-Systeme miteinander verzahnt. Die Software AG hat aber Probleme, ihren eingeschlagenen Kurs auch mit entsprechenden Geschäftszahlen zu untermauern. dpa

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