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Vater von toten Kindern schweigt - Bürgermeister äußert sich

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Tod von Geschwister-Paar in Hanau
Ein gemaltes Bild mit zwei Kindern liegt vor dem Hochhaus in Hanau. © Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Die Ermittlungen zu dem Tod der Hanauer Geschwister laufen. In der Stadtverordnetenversammlung werden weitere Details zur Situation der Familie bekannt. Aber viele Fragen sind noch offen.

Hanau - Der unter Mordverdacht stehende Vater der beiden in Hanau getöteten Kinder ist dem Vernehmen nach bereits in einem Fall wegen häuslicher Gewalt aufgefallen. Wann der Mann, der in der Nähe von Paris festgenommen wurde, nach Deutschland überstellt wird, ist laut Polizei und Staatsanwaltschaft nach wie vor nicht absehbar. Er schweige weiter zu den Vorwürfen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montag.

Der Stadt Hanau sind nach eigenen Angaben keine strafrechtlich relevanten Informationen über den Vater bekannt geworden. Das berichtete Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD) am Montagabend in der Hanauer Stadtverordnetenversammlung. Es gab demnach auch keine Gespräche unter Beteiligung des Jugendamtes mit dem Mann. Etwaige Gespräche mit dem Vater lagen Weiss-Thiel zufolge im Zuständigkeitsbereich eines beauftragten freien Trägers.

Am vergangenen Mittwoch war vor einem Hochhaus in der Hanauer Innenstadt ein schwer verletzter, elfjähriger Junge gefunden worden, der kurze Zeit später im Krankenhaus starb. Seine siebenjährige Schwester wurde tot auf dem Balkon einer Wohnung im neunten Stockwerk des Hochhauses gefunden, in der die Kinder mit ihrer Mutter lebten. Der 47 Jahre alte Vater wurde am Samstag in der Nähe von Paris als Tatverdächtiger festgenommen.

Die Mutter war nach Angaben des Bürgermeisters Anfang des Jahres mit ihren beiden Kindern aus dem Kreis Offenbach nach Hanau gezogen. Das Jugendamt habe sehr schnell Kenntnis von familiären Problemen erhalten, sei auf die Mutter zugegangen und habe mit ihr sozialpädagogische Familienhilfe vereinbart. Dafür habe das Amt - wie üblich in solchen Fällen - einen in Frage kommenden freien Träger beauftragt.

Angesichts einer offensichtlichen Verschlechterung der Situation sei wenige Tage vor dem Tod der Kinder ein weiteres Gespräch mit der Mutter und dem Träger vereinbart worden, berichtete Weiss-Thiel weiter. „Dieses Gespräch kam nicht mehr zustande.“

Zielfahnder des Landeskriminalamtes hatten den Vater mit Unterstützung weiterer Experten der Zielfahndung des Bundeskriminalamtes in Frankreich lokalisiert. Gegen den Mann lag bereits seit dem Tag der Tat ein Haftbefehl vor, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hanau sagte. Nach seiner Überstellung von Frankreich nach Deutschland werde er dem Ermittlungsrichter vorgeführt, danach dürfte er in Untersuchungshaft genommen werden, so die Sprecherin. dpa

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