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Jesuitenpater Ansgar Wucherpfennig, Rektor der katholischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt/Main.

Berufsverbot

Vatikan: Prozess um liberalen Rektor an Hochschule läuft

Im Verfahren um den Rektor der katholischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt, Ansgar Wucherpfennig, ist nach Angaben des Vatikans das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Im Verfahren um den Rektor der katholischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt, Ansgar Wucherpfennig, ist nach Angaben des Vatikans das letzte Wort noch nicht gesprochen. Im Fall des Jesuitenpaters laufe der Prüfungsprozess noch, teilte die Pressestelle des Vatikans der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor war bekannt geworden, dass Rom den Jesuitenpater wegen liberaler Äußerungen über Homosexualität und Frauen in der Kirche aus dem Amt drängen will.

Der Vatikan fordert nach Angaben der Deutschen Provinz der Jesuiten einen Widerruf der Äußerungen. Ihm sei für den Rektorenposten die notwendige Unbedenklichkeitserklärung aus Rom verweigert worden, hieß es weiter.

Die jetzige Aussage des Vatikans bedeutet, dass Wucherpfennig bisher weder diese Unbedenklichkeitserklärung zugesprochen wurde, noch dass ein Veto gegen ihn eingelegt wurde.

Sollte der Vatikan ein negatives Urteil fällen, müsste Wucherpfennig seinen Posten als Rektor endgültig räumen. Der Pater hat seit 2008 den Lehrstuhl für Exegese des Neuen Testaments in Sankt Georgen inne, 2014 wurde er Rektor der Hochschule. Derzeit leitet Wucherpfennigs Stellvertreter die Hochschule kommissarisch.

Sankt Georgen ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule mit Priesterseminar, die vom Jesuitenorden getragen wird. Papst Franziskus war 1985 selbst Gast in Sankt Georgen. Er arbeitete dort an seiner Doktorarbeit.

(dpa)

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