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Heinz Josef Algermissen, Bischof von Fulda, steht neben einer Stellwand mit dem Bild des Doms.

Verabschiedung von Fuldaer Bischof Algermissen

Nach exakt 17 Jahren an der Spitze des Bistums Fulda wird Bischof Heinz Josef Algermissen in den Ruhestand verabschiedet. Zu Ehren des 75-Jährigen wird am Sonntag (15.00 Uhr) ein Gottesdienst im Dom gefeiert.

Nach exakt 17 Jahren an der Spitze des Bistums Fulda wird Bischof Heinz Josef Algermissen in den Ruhestand verabschiedet. Zu Ehren des 75-Jährigen wird am Sonntag (15.00 Uhr) ein Gottesdienst im Dom gefeiert. Die Predigt bei dem Pontifikalamt wird der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz halten, Kardinal Reinhard Marx (München). Im Anschluss findet ein Empfang im Innenhof und im Kreuzgang des Bischöflichen Priesterseminars statt.

Grußworte werden der Fuldaer Weihbischof Karlheinz Diez und der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker halten. Algermissen stammt aus der Erzdiözese Paderborn. Auch politische Vertreter wie Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und der Fuldaer Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (beide CDU) werden kurze Reden halten.

Papst Franziskus hatte das Rücktrittsgesuch von Algermissen am 5. Juni angenommen. Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Nikola Eterovic, hatte die Entscheidung des Pontifex auf dem Priestertag in Fulda bekanntgegeben. Zuvor hatte Algermissen anlässlich seines 75. Geburtstags (15. Februar) sein Rücktrittsgesuch beim Papst gemäß der kirchenrechtlichen Bestimmungen eingereicht.

Hintergrund ist, dass ein Bischof der römisch-katholischen Kirche nicht selbst von seinem Amt zurücktreten, sondern dem Kirchenrecht zufolge nur dem Papst seinen Amtsverzicht anbieten kann. Auch bei Annahme des Gesuchs behält der Betreffende den Bischofstitel, denn die Bischofsweihe als Sakrament gilt als unumkehrbar.

Bis zur Wiederbesetzung des bischöflichen Stuhls und der Bekanntgabe durch Papst Franziskus hat ein Diözesanadministrator die Leitung des größtenteils in Hessen liegenden Bistums mit seinen rund 393 000 Mitgliedern übernommen. Den Part des Diözesanadministrators hat Weihbischof Diez inne.

Algermissen sagte anlässlich seines Rücktritts, er gehe mit „ambivalenten Gefühlen”. „Ein bisschen Wehmut ist schon dabei.” Ganz ohne priesterliche Aufgaben stellt er sich aber den Ruhestand nicht vor: „Ich möchte meinen Dienst in kleinen Gemeinden im Umland anbieten, die keinen eigenen Priester mehr haben.” Priestermangel und religiöse Gleichgültigkeit seien einige der großen Probleme der Kirche in Deutschland, betonte Algermissen.

Algermissen war am 20. Juni 2001 von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Fulda ernannt worden. Am 23. September 2001 wurde er in sein Amt eingeführt.

(dpa)

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