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Verdi zieht bei Logistikern in den tariflichen Häuserkampf

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Das Verdi-Logo
Das Verdi-Logo. © Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Die Gewerkschaft Verdi will zu den Arbeitsbedingungen von rund 44.000 Beschäftigten im hessischen Logistikgewerbe künftig nur noch mit den einzelnen Betrieben verhandeln. Die Tarifverträge mit der bislang zuständigen Vereinigung des Verkehrsgewerbes (VdV) habe man sämtlich zum 31. Dezember gekündigt, berichtete Verdi am Freitag in Frankfurt.

Frankfurt/Main - Die Vereinigung sei nicht zur Modernisierung des Tarifwerks bereit, während sich einzelne Arbeitgeber ihrer Verantwortung gerade auch in sozialen Belangen durchaus bewusst seien, begründete Verdi den Schritt. Bei Speditionen, Kurier- und Paketdiensten müssten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Arbeits- und Einkommensbedingungen leben, die weder zeitgemäß noch zumutbar seien. Es gebe unter anderem altersdiskriminierende Urlaubsregelungen, unterschiedliche Behandlung von Angestellten und Arbeitern, ein niedriges Entlohnungsniveau sowie geringe Nachtzuschläge.

Für die Arbeitnehmer ändere sich zum Jahreswechsel zunächst nichts, weil in der dann tariflosen Branche die alten Verträge nachwirkten. Zum Weihnachtsfest 2021 seien Streiks weder möglich noch geplant, könnten aber für den Jahresverlauf 2022 nicht ausgeschlossen werden, sagte der zuständige Verdi-Fachbereichsleiter Andreas Jung laut einer Mitteilung. Das hänge von den Reaktionen der Arbeitgeber ab. dpa

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