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Verhandlungen für Metall-Mittelgruppe ohne Ergebnis vertagt

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IG Metall
Eine IG-Metall-Fahne weht im Wind. © Daniel Bockwoldt/dpa/Daniel Bockwoldt/Symbolbild

Die IG Metall fordert acht Prozent mehr Geld für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. Die zweite Tarifrunde für mehrere Bundesländer wird begleitet von einer Kundgebung.

Landau - Die zweite Tarifrunde für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist am Freitag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor. „Wenn nichts vorgeschlagen wird und keine Ideen zur Problemlösung vorhanden sind, kann letztlich auch kein Kompromiss gefunden werden“, kritisierte Jörg Köhlinger, Verhandlungsführer der IG Metall Mitte. Die Gewerkschaft fordert angesichts der hohen Inflation acht Prozent mehr Geld.

Mehr als 2000 Beschäftigte beteiligten sich der IG Metall zufolge vor Beginn der Verhandlungen in Landau in der Pfalz an einer Kundgebung, um der Forderung Nachdruck zu verleihen.

Die Arbeitgeber argumentierten, die hohe Inflation könne nicht als Begründung herangezogen werden. „Denn die Inflation trifft die Arbeitgeber mindestens genauso hart wie die Arbeitnehmer“, sagte der neue Verhandlungsführer der Arbeitgebergemeinschaft M+E Mitte, Oliver Barta. Rund die Hälfte der Firmen könnte die stark gestiegenen Energie- und Materialkosten nicht oder nicht in ausreichendem Maße an die Kunden weitergeben.

Der bisherige Arbeitgeberverhandlungsführer Johannes Heger hatte sein Amt niedergelegt. Er will sich den Angaben zufolge auf die Zukunft seines Familienunternehmens konzentrieren, das sich wegen der hohen Energiepreise in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung befindet.

Gewerkschaft und Arbeitgeber wollen die Tarifgespräche für die rund 380.000 Beschäftigten der Metall-Mittelgruppe am 27. Oktober fortsetzen. Die Tarifverhandlungen in der größten deutschen Industriebranche werden zunächst regional eröffnet, bevor die Parteien einen Pilotbezirk ausdeuten. Gelingt dort ein Abschluss, wird das Ergebnis in den anderen Bezirken übernommen. dpa

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