Ein Schild mit der Aufschrift „Dieser Bereich wird videoübwacht“
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Ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Dieser Bereich wird videoüberwacht“ ist an der Kreuzung Düsseldorfer Straße/Niddastraße im Bahnhofsviertel an einem Strommast angebracht.

Videoüberwachung an 25 Plätzen: Diebstähle und Drogen

Für die Videoüberwachung öffentlicher Plätze sind in Hessen mittlerweile 279 Kameras in Betrieb. Diese behalten in 20 Städten 25 Bereiche im Auge, wie aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervorgeht. Zu den häufigsten festgestellten Straftaten gehören Drogendelikte, Diebstähle, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen.

Wiesbaden - Das Land fördere die Videosicherheitstechnik der Kommunen derzeit mit 2,8 Millionen Euro im Jahr, hieß es weiter.

Im vergangenen Jahr wurden laut Ministerium an den überwachten Bereichen - damals noch 24 Standorte in 19 Städten - 2265 Straftaten aufgezeichnet, „die im Rahmen von Ermittlungen verwendet oder gar zu deren Aufklärung einen entscheidenden Beitrag leisten konnten“. Die Videoüberwachung sei ein „geeignetes und erfolgreiches Mittel, das Aufkommen von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten an öffentlichen Straßen und Plätzen zu senken, Kriminalitätsbrennpunkte zu entschärfen, Angsträume zu reduzieren und somit das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu erhöhen“. Einige Straftaten hätten nur durch Auswertung der Kamerabilder erkannt werden können.

Die Deliktzahlen an den videoüberwachten Orten haben sich in den vergangenen Jahren allerdings unterschiedlich entwickelt. Aus der Antwort von Innenminister Peter Beuth (CDU) geht etwa für zwei Kamerastandorte im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Frankfurt hervor, dass dort im vergangenen Jahr 733 Delikte registriert wurden - 2016 waren es noch 1335 gewesen. Im Bereich des Präsidiums Nordhessen mit einem überwachten Standort stiegen dagegen in dem Zeitraum die Deliktzahlen von 53 auf 167.

„Die Zu- und Abnahme von Straftaten an einzelnen videogeschützten Örtlichkeiten hat vielfältige Gründe“, erläuterte das Innenministerium. Gestiegene Fallzahlen im Bereich des Polizeipräsidiums Westhessen in den Jahren 2019 und 2020 beispielsweise gehen demnach unter anderem auf die Modernisierung einer Kameraanlage in Schwalbach zurück sowie auf einen neuen videoüberwachten Bereich in Wiesbaden. dpa

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