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Polizei

Silvesternacht

Viele Einsätze für Polizei und Feuerwehr - Feinstaubbelastung steigt

In Hessen ist das neue Jahr überwiegend friedlich begrüßt worden. Für die Einsatzkräfte war es trotzdem eine arbeitsreiche Nacht.

Zum Jahreswechsel ist es in Hessen trotz überwiegend friedlicher Feiern zu vielen Einsätzen von Polizei und Feuerwehr gekommen. Unter anderen waren die Einsatzkräfte in der Silvesternacht mit Unfällen, Schlägereien, Sachbeschädigungen und Bränden beschäftigt. Die Knallerei ließ in der Neujahrsnacht laut Hessischem Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie auch die Feinstaubbelastung in die Höhe schnellen und den Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter vielerorts deutlich übersteigen. An höchstens 35 Tagen im Jahr darf der Wert überschritten werden.

In Frankfurt gab es zwei Auseinandersetzungen mit Messern, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. In beiden Fällen sei ein Mann verletzt worden. Ein Tatverdächtiger wurde den Angaben zufolge gefasst, ein anderer war am Dienstagmittag noch flüchtig.

Am Hauptbahnhof sei ein Mann in ein Gleisbett der S-Bahn gestoßen worden. Die S-Bahn habe rechtzeitig bremsen können. Auch hier sei ein Verdächtiger festgenommen worden. Die Motive waren zunächst unklar. Auf einen Streifenwagen wurde laut Polizei ein Stein geworfen. Verletzt wurde dabei niemand.

Im gesamten Stadtgebiet wurden zahlreiche Platzverweise ausgesprochen. Zudem seien Feuerwerkskörper gezielt in Personengruppen geworfen worden. In einem Fall wird nach Angaben der Polizei vom Dienstag wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung ermittelt.

Im Bereich Gießen gab es in der Silvesternacht nach einer ersten Bilanz mehr als 200 Notrufe und über 140 Einsätze, wie die Polizei mitteilte. Im Raum Wiesbaden habe es mehrere Brände gegeben. In Kassel löste eine Rakete auf einem Balkon einen Brand aus. Der Sachschaden wurde auf 5000 Euro geschätzt. In Volkmarsen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) kam es zu einem Scheunenbrand. Der Sachschaden wurde zunächst auf 200 000 Euro geschätzt.

In Groß-Gerau waren überhöhte Geschwindigkeit und Alkoholkonsum vermutlich die Gründe eines Verkehrsunfalls, bei dem am Neujahrsmorgen vier Menschen schwer verletzt wurden. Ein 22-jähriger Autofahrer kam nach Polizeiangaben mit seinem Wagen und drei Insassen kurz nach drei Uhr früh in einer Kurve von der Fahrbahn ab. Der Wagen prallte frontal gegen ein Firmengebäude. Alle vier wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Das Auto wurde völlig zerstört, der Sachschaden wurde auf etwa 20 000 Euro beziffert.

Auch die Feuerwehr in Dramstadt musste vielfach ausrücken. Verletzte seien jedoch nicht zu verzeichnen gewesen, hieß es. Die einsatzstärkste Zeit war von 20.00 Uhr bis 04.00 Uhr. Brände gab es auf Balkonen und in Müllcontainern. Durch den Feuerwerksrauch wurden mehrere Brandmelder ausgelöst. Durch die Rauchentwicklung kam es zu einer kurzzeitigen Sperrung des Citytunnels. Insgesamt löschte die Feuerwehr mindestens 25 Brände.

In Lautertal (Kreis Bergstraße) zündete ein Mann kurz vor dem Jahreswechsel in seiner Küche einen Silvesterknaller und verursachte ein Feuer. Eine Tasche geriet in Flammen, wie die Polizei mitteilte. Den Brand habe der Mann noch löschen können, er sei aber wegen des starken Rauchs kurz bewusstlos geworden. Die Glut habe dann den hölzernen Küchenschrank erfasst. Der Mieter sei wegen einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Der Sachschaden wird auf 2500 Euro geschätzt. In Rüsselsheim brannte es am Montagnachmittag in einem Wohnhaus. Menschen seien nicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Ursache könnte demnach ein technischer Defekt gewesen sein. Der Sachschaden wurde auf 200 000 Euro geschätzt.

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