Vier Jahre und zwei Monate Haft für Messerangriff

Nach einer gefährlichen Messerattacke in der B-Ebene des Frankfurter Hauptbahnhofs ist ein Mann vom Landgericht Frankfurt zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Die Schwurgerichtskammer ging am Freitag von gefährlicher Körperverletzung aus, verurteilte den 22-Jährigen aber auch wegen Beleidigung, Bedrohung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, nachdem er gleich zwei Mal mit Polizeibeamten aneinandergeraten war.

[Frankfurt/Main - ]Ohne ersichtlichen Grund hatte sich der Angeklagte im Oktober vergangenen Jahres dem 29 Jahre alten Opfer genähert. Der Mann erhielt einen Stich in den Rücken, konnte aber aus eigener Kraft noch davonlaufen. Das Gericht sah hierin einen „Rücktritt vom Totschlagsversuch“, weil der Angeklagte dem Verletzten nicht weiter nachgesetzt habe. Nach einer Notoperation im Krankenhaus hatte das Leben des Opfers gerettet werden können.

Die Staatsanwaltschaft hatte auf ein versuchtes Tötungsdelikt plädiert und mehr als fünf Jahre Haft gefordert, die Verteidigung wegen gefährlicher Körperverletzung lediglich zwei Jahre und neun Monate. Das Urteil wurde gleichwohl rechtskräftig. [dpa]

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