Volker Kauder (CDU)
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Volker Kauder (CDU) spricht.

Volker Kauder: Paulskirche braucht mehr emotionalen Bezug

Der Vorsitzende der Expertengruppe zur Weiterentwicklung der Frankfurter Paulskirche, Volker Kauder, vermisst im Inneren des Gebäudes emotionale Bezüge zur bedeutsamen Geschichte. Die damalige Atmosphäre im Sitzungssaal könne zwar aufgrund der heutigen baulichen Gegebenheiten nicht dargestellt werden, sagte der frühere CDU-Bundestagsfraktionschef der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“/Dienstag).

Frankfurt/Main - „Aber ein bisschen mehr Emotionalität für die Besucher sollte vielleicht doch erreichbar sein.“

Die Frankfurter Paulskirche soll zu einem nationalen Erinnerungsort deutscher Demokratiegeschichte weiterentwickelt werden. Dort hatte 1848/49 die Frankfurter Nationalversammlung die Paulskirchenverfassung ausgearbeitet, die als erste gesamtdeutsche und demokratische Verfassung Deutschlands gilt. Sie wurde zwar nie wirksam, legte aber die Grundlage für spätere deutsche Verfassungen. An diesem Montag (13.9.) tagt erstmals die Kommission, die einen Vorschlag zur künftigen Gestaltung ausarbeiten soll.

Es werde Aufgabe sein, „den revolutionären Aufbruch und das Scheitern in unserer Demokratie-Entwicklung zu zeigen“, sagte Kauder der „FAZ“. Wie das konkret aussehen könne, werde in dem Gremium besprochen. „Wir haben in der Kommission Experten dafür, die sich im beruflichen Alltag damit beschäftigen, wie eine moderne Erinnerungsstätte, ein Museum unter didaktischen Gesichtspunkten aussieht.“ dpa

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