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Der hessische Landtag.

Vorschlag für Hessenticket an Ehrenamtler sorgt für Streit

Opposition und Regierungsfraktionen im hessischen Landtag haben sich gegenseitig vorgeworfen, das Thema „Ehrenamt” im Wahlkampf zu instrumentalisieren.

Opposition und Regierungsfraktionen im hessischen Landtag haben sich gegenseitig vorgeworfen, das Thema „Ehrenamt” im Wahlkampf zu instrumentalisieren. Hintergrund ist ein Vorschlag von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), für Ehrenamtler ein subventioniertes Ticket für Busse und Bahnen einzuführen. „Wenn dann eine solche Vergünstigung wenige Wochen vor der Wahl vorgeschlagen wird, dann drängt sich der Eindruck eines Wahlgeschenks auf”, sagte der rechtspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Stefan Müller, am Donnerstag in Wiesbaden. Jedoch ließen sich Ehrenamtliche nicht kaufen.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Günter Rudolph, kritisierte erneut, dass nur die rund 15 000 Ehrenamtlichen vom Hessenticket profitieren sollen, die eine Ehrenamtscard haben. Dies grenze Hunderttausende Menschen aus. Die Karte wird an engagierte Bürger vergeben, die mehr als fünf Stunden pro Woche ehrenamtlich tätig sind. Innenminister Peter Beuth (CDU) nannte den SPD-Vorwurf „konstruiert”. Die Opposition breche eine „rein parteitaktische Diskussion” vom Zaun, was gerade beim Thema Ehrenamt sehr bedauerlich sei.

(dpa)

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