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Waldbrand im Taunus sorgt für „massiven Einsatz“

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Waldbrand bei Königstein im Taunus
Feuerwehrleute sind bei einem Waldbrand im Hochtaunuskreis im Einsatz. © Robin von Gilgenheimb/Wiesbaden112/dpa

Ein Waldbrand hält gleich mehrere Feuerwehren im Taunus in Atem. Nachdem er zunächst als „unter Kontrolle“ gilt, breitet er sich schnell aus. Am Abend heißt es dann: „Feuer aus“.

Königstein/Wiesbaden - Ein Waldbrand im Taunus hat am Donnerstag bei mehreren Feuerwehren in der Region für einen größeren Einsatz gesorgt - die Rauchwolke war zeitweise bis nach Frankfurt hin sichtbar. Nachdem die Polizei am Vormittag zunächst von einem kleineren, unter Kontrolle gehaltenen Brand bei Königstein (Hochtaunuskreis) berichtet hatte, breitete sich dieser weiter aus. Am Abend konnte das Feuer gelöscht werden. Gegen 18.00 Uhr hieß es „Feuer aus“, wie Kreisbrandmeister Norbert Fischer berichtete. Allerdings seien noch Nachlöscharbeiten nötig, um etwa Glutnester zu bekämpfen.

Betroffen von dem Waldbrand war demnach eine Fläche von etwa sechs Hektar. Zeitweilig seien bis zu 250 Feuerwehrleute vor Ort gewesen. Vier Einsatzkräfte wurden verletzt, zwei von ihnen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Sprecher der Feuerwehr in Königstein, Christoph Schwarzer, sprach von einem „massiven Einsatz“.

Von den Ausmaßen her reicht der Brand nicht an andere größere Waldbrände in jüngster Zeit in anderen Teilen Deutschlands heran. Bei dem Brand im Grunewald in Berlin vor wenigen Tagen etwa standen knapp 50 Hektar in Flammen - also etwa 500.000 Quadratmeter. Bei den Waldbränden im hinteren Teil der Sächsischen Schweiz an der Grenze zu Tschechien waren allein auf sächsischer Seite 150 Hektar betroffen.

Probleme bereiteten bei dem Einsatz im Taunus nach Feuerwehrangaben die Wasserversorgung sowie ein sich aufgrund der Trockenheit schnell ausbreitendes Bodenfeuer. Ein Lösch-Hubschrauber der Polizei half bei der Brandbekämpfung.

Neben nahezu allen Feuerwehren aus dem Hochtaunuskreis beteiligten sich den Angaben zufolge auch Wehren aus den benachbarten Kreisen Rheingau-Taunus, Main-Taunus, Lahn-Dill sowie Einsatzkräfte der Frankfurter Feuerwehr. Die Brandursache war zunächst noch unklar, eine Brandstiftung sei nicht auszuschließen, hieß es. dpa

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