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Wasserspiegel des Rheins fällt weiter: Schifffahrt behindert

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Während der anhaltenden Trockenheit des Hochsommers fällt der Wasserspiegel des Mittelrheins immer weiter. Nicht alle Binnenschiffe können noch voll laden. Zwar sei extremes Niedrigwasser wie im Herbst 2018, als etwa Ausflügler den Mäuseturm auf einer Insel bei Bingen über einen trockengefallenen Steingrat erreichten, noch weit entfernt, teilte die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Koblenz - Aber auch in den kommenden 14 Tagen seien eher weiter fallende als steigende Pegelstände absehbar.

„Das ist ungewöhnlich früh im Jahr“, sagte BfG-Geograf Martin Labadz mit Blick auf die niedrigen Wasserstände des Rheins. Tendenziell seien September und Oktober die typischen Niedrigwassermonate. Aber auch jetzt im Juli fließt laut dem promovierten Experten Labadz so gut wie kein Schmelzwasser von Alpenschnee mehr in den Rhein, höchstens noch Gletscherwasser - „aber das ist viel weniger“.

Die Schifffahrt auf dem Mittelrhein wird der BfG zufolge zunehmend behindert. Bei Niedrigwasser können Reedereien selbst entscheiden, wie viel Ladung sie noch aufnehmen und wie lange sie noch fahren wollen. Anders sieht es bei extremem Hochwasser des Rheins aus. Dann kann die Schifffahrt verboten werden: Das Manövrieren bei sehr starker Strömung ist gefährlich, zudem können flussabwärts fahrende Schiffe dann mancherorts kaum noch gestoppt werden. dpa

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