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Weiß zu Hanau: „Können nicht alles aufklären“

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Marius Weiß (SPD)
Marius Weiß (SPD), Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zum Anschlag von Hanau, spricht. © Arne Dedert/dpa/Archivbild

Zum zweiten Jahrestag des rassistischen Anschlags in Hanau hat der Vorsitzende des parlamentarischen Untersuchungsausschusses des hessischen Landtags die Erwartungen gedämpft. „Wir können nicht alles aufklären“, sagte Marius Weiß (SPD) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zugleich erklärte er, man werde alles tun, „was möglich ist“.

Hanau/Wiesbaden - Am 19. Februar 2020 hatte der 43-jährige Deutsche Tobias R. in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen. Danach tötete der psychisch kranke Rechtsextremist seine Mutter und nahm sich selbst das Leben. Der seit Sommer vergangenen Jahres eingesetzte Untersuchungsausschuss geht vor allem der Frage nach, ob es vor, während und nach dem Anschlag zu Behördenversagen gekommen ist. Hinterbliebene der Opfer und zuletzt auch Bundestagsabgeordnete hatten eine lückenlose Aufklärung gefordert.

Nach den Worten von Weiß wird im März zunächst ein Experte zu Einsatztaktiken das Handeln der Polizei nach dem Anschlag bewerten. Außerdem werde ein Gutachten über den Vater des Täters vorgestellt. Tobias R. habe seine rassistischen Einstellungen „aus dem Elternhaus mitbekommen“, so der SPD-Politiker. Der Untersuchungsausschuss werde noch bis Ende des Jahres arbeiten. Als Ergebnis erwarte er „Handlungsempfehlungen für Behörden zum Umgang mit Opfern rechtsextremistischer Terror-Anschläge“, wurde Weiß zitiert. Behörden müssten zudem sensibler gemacht werden für kulturelle und religiöse Hintergründe der Menschen. dpa

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