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Weltkriegsbombe in Frankfurt entschärft: keine Zwischenfälle

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Eine entschärfte Weltkriegsbombe liegt in einer Baustelle
Eine entschärfte Weltkriegsbombe liegt in einer Baustelle. © Fredrik von Erichsen/dpa/Symbolbild

Über 2000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, weil in ihrer Nähe ein Sprengkörper gefunden worden war. Einige verbrachten die Zeit auf einer Betreuungsstelle - zudem wurde ihnen ein kostenloser Museumsbesuch angeboten.

Frankfurt/Main - In Frankfurt ist am Mittwoch eine Weltkriegsbombe entschärft worden. Es habe keine Zwischenfälle gegeben und der Zeitplan sei eingehalten worden, teilte die Feuerwehr mit. Alle der rund 2300 von der Evakuierung betroffenen Menschen hätten ab 12.30 Uhr den Weg zurück nach Hause antreten können.

Sie hatten zuvor bis spätestens 11 Uhr aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen verlassen müssen - das war ihnen am Vortag mitgeteilt worden. Im Sperrgebiet befanden sich auch drei Hotels, eine Umspannstation sowie zwei Kindergärten und eine Schule. Die Autobahn 648 musste gesperrt werden, auch der öffentliche Nahverkehr war betroffen.

45 der betroffenen Anwohner verbrachten die Zeit in einer extra für sie eingerichteten Betreuungsstelle auf dem Messegelände, wo sie auch verpflegt wurden. Für Corona-Infizierte gab es dort einen Extra-Bereich. Zudem wurde den Menschen angeboten, kostenlos die städtischen Museen und den Zoo zu besuchen. Laut Mitteilung hatte es ab dem Vortag rund 170 Anrufe beim Bürgertelefon gegeben.

Die 50 Kilogramm schwere Bombe war am Montag am Katharinenkreisel in der Nähe des Messegeländes von Bauarbeitern in einer Baugrube entdeckt worden. „Bombenfunde wie dieser sind leider der Preis, den wir rund 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs für die Kriegsführung der Nationalsozialisten zu zahlen haben“, sagte der Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der das Evakuierungszentrum besuchte. dpa

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