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Weniger Geflüchtete aus der Ukraine: Unterkünfte schließen

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Ukraine-Krieg
Zwei Kinder gehen den Gang der zur Notunterkunft für Geflüchtete entlang. © Nadine Weigel/dpa/Archivbild

Landesunterkünfte für Geflüchtete in Frankfurt und im Kreis Limburg-Weilburg sollen zum Ende des Monats schließen. Grund dafür seien gesunkene Zahlen von Menschen, die aus der Ukraine nach Deutschland flüchten, teilte das Innenministerium in Wiesbaden am Freitag mit. Konkret sollen Ende Juni demnach das Erstversorgungszentrum (EVZ) in der Messe Frankfurt sowie eine Notunterkunft im Landkreis Limburg-Weilburg, die sich im Bereitschaftsbetrieb befand, dicht machen.

Frankfurt/Main - Das Frankfurter Sozialdezernat teilte als Reaktion auf die Entscheidung am Freitag mit, ab sofort ein Transitzentrum in der Nähe des Hauptbahnhofs einzurichten. Spätabends und nachts ankommende Schutzsuchende können den Angaben zufolge dort übernachten, sich ausruhen und werden mit Essen versorgt.

Laut Innenministerium sollen in Zukunft in Frankfurt ankommende Geflüchtete, die in Hessen bleiben möchten, per Bus in die Erstaufnahmeeinrichtung nach Gießen gebracht werden. Ebenso würden Geflüchtete, die sich aktuell in dem Frankfurter Erstversorgungszentrum aufhalten, nach Gießen gebracht. Von dort sollen sie auf die hessischen Kreise verteilt werden.

Zuvor hatte das hessische Innenministerium bereits Notunterkünfte im Wetteraukreis, Hochtaunuskreis, Lahn-Dill-Kreis und im Landkreis Marburg-Biedenkopf geschlossen. Diese sollten die Kapazitäten der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen erhöhen, hieß es. Das Erstversorgungszentrum in Frankfurt sollte Geflüchtete, die am Frankfurter Hauptbahnhof ankamen, aufnehmen.

Laut Melderegister haben bislang 65.000 Geflüchtete in Hessen Obdach gefunden. Insgesamt seien in den vergangenen Monaten knapp 5,9 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Aufgrund des verlagerten Kriegsgeschehens in die Ostukraine seien in den vergangenen Wochen deutlich weniger Geflüchtete in Deutschland sowie in Hessen angekommen.

Als einzige hessische Notunterkunft werde eine Einrichtung in Alsfeld (Vogelsbergkreis) weitergeführt. dpa

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