Justitia
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Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel.

Wertpapier-Manager räumen verbotene Insider-Geschäfte ein

Mit Geständnissen der beiden Angeklagten hat am Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt ein Prozess um millionenschweren Insider-Handel begonnen. Sowohl der angeklagte Fondsmanager (45) als auch ein gleichaltriger Investment-Banker räumten die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ein, wonach mit der Weitergabe vertraulicher Interna ein Gewinn von mehr als elf Millionen Euro erzielt worden sei.

Frankfurt/Main - Die Anklage geht von Verstößen gegen das Wertpapierhandelsgesetz aus.

Beide hatten ihre Arbeitsplätze nach einer kurzzeitigen Inhaftierung 2020/21 verloren. Einer der Angeklagten entschuldigte sich vor Gericht unter Tränen für die von ihm verübten Taten. Er habe sich einfach „komplett überschätzt“, sei stets auf der Suche nach „Glücksgefühlen“ gewesen und habe unter einer extrem hohen Stressbelastung gestanden. Über 16 Jahre hinweg habe er bei dem Unternehmen eine „modellhafte Karriere hingelegt“, die freilich im Herbst vergangenen Jahres in Untersuchungshaft geendet habe. Auch der zweite Angeklagte räumte die Insider-Geschäfte ein. Bereits im Ermittlungsverfahren hatte er ein Geständnis abgelegt, nachdem er zuvor drei Monate in Untersuchungshaft war.

Die Wirtschaftskammer, die den Prozess aufgrund der Quarantäne des Vorsitzenden Richters erst eine Woche später eröffnen konnte, hat noch vier weitere Verhandlungstage bis Ende September terminiert. dpa

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