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Fünfeinhalb Monate nach seinem schweren Skiunfall ist Michael Schumacher nicht mehr im Koma

Sportklinik in der Wetterau

Wetterau: Diebe brechen bei Schumis Arztpraxis ein

Am Wochenende ist in die Bad Nauheimer Sportpraxis eingebrochen worden, die Rennfahrer Michael Schumacher betreut. Nachdem in Grenoble zum zweiten Mal ein Teil von „Schumis“ Krankenakte verschwunden war, kochen nun Gerüchte in sozialen Medien. Die Wetterauer Polizei sieht aber „keinen Zusammenhang“.

Von Peter Hauff

In der Wetterauer Kurstadt führt Johannes Peil eine Sportklinik, die in ihren Akten auch Prominente wie Michael Schumacher, Fabian Hambüchen und Timo Boll führt. Zwischen Samstagmittag und Montag früh, bestätigte die Polizei gestern auf Nachfrage, seien in dem 1500 Quadratmeter großen Areal mehrere Türen aufgebrochen worden. „Dort verschwanden aber nur kleinere Wertgegenstände, Bargeld und ein Laptop mit nicht vertrauensrelevanten Daten“, betont Polizeisprecher Jörg Reinemer. „Wir hatten in den letzten Wochen in Bad Nauheim ähnliche Einbrüche in andere Praxen, weshalb wir derzeit überhaupt keinen Zusammenhang sehen mit dem Fall Michael Schumacher.“

Im Dezember 2013 hatte ein schwerer Ski-Unfall den Formel-1-Piloten ins monatelange Koma gestürzt. Nach einer Behandlung in zwei Kliniken wird er gegenwärtig in seinem Haus in der Schweiz therapiert. Im vergangenen Jahr hatte seine Managerin mitgeteilt, Schumi werde „seine lange Phase der Rehabilitation zu Hause fortsetzen“.

Schlagzeilen machte Schumacher zuletzt im Juni, kurz nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus. Seine Akte sei aus der Uni-Klinik in Grenoble gestohlen worden, hieß es. Sie sei gar zum Verkauf angeboten worden. Daten aus Krankenakten sind höchst vertraulich und dürfen nicht für Schlagzeilen missbraucht werden. Schumis Management und seine Familie haben gedroht, in jedem Einzelfall werde man Strafanzeige stellen.

Das Risiko scheint nach dem Einbruch am Wochenende gering: Der 60-jährige Orthopäde aus Bad Nauheim hat der Polizei versichert, der aus seiner Praxis gestohlene, transportable Rechner habe keine Auskünfte über den prominenten Patienten gespeichert, die dessen Privatsphäre gefährden könnten. Der Schaden belaufe sich auf „nicht einmal 1000 Euro“, so ein Beamter. Besonders scharf waren die Täter anscheinend auf teures Parfüm und auf Rezeptvordrucke.

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