Nach dem Unwetter in Rheinland-Pfalz
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Der Fluss Ahr fließt durch das Ahrtal an dem zerstörten Ort Marienthal und den Weinbergen vorbei.

Wetterdienst streut seine Unwetterwarnungen in viele Kanäle

Hitze, Sturm, Gewitter mit Starkregen - der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt regelmäßig Unwetterwarnungen heraus. Doch wer kann sie erhalten? Eigentlich jeder, so der Meteorologe Tobias Reinartz. „Wir haben verschiedenste Kanäle, an die die Warnungen und Vorabinformationen gestreut werden“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. So werden die Warnungen an verschiedene Ministerien, Landesverbände des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Landeszentralen des Technischen Hilfswerks (THW), Wasserverbände und Hochwasserzentralen weitergeleitet.

Offenbach - „Letztlich gehen die Warnungen auch an die Bevölkerung, sei es über unsere Warnkarte, sei es über die Warnwetter-App, die sehr gut genutzt wird“, sagte Reinartz. „Dort kann sich jeder Warnungen auf Landkreisebene für den eigenen Bereich abonnieren.“ Zudem seien die Warndaten auf den Open-Data-Servern des DWD zugänglich, „so dass eigentlich jeder diese Warnungen beziehen kann und in Geoinformationssysteme oder die eigene Webseite einstellen kann“.

Letztes Mittel, wenn nicht nur ein Unwetter, sondern ein wirklicher Katastrophenfall erwartet werde, sei eine Warnmeldung an MoWaS, das modulare Warnsystem des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. „Wenn wir das ziehen, ist es wirklich das letzte Mittel, und dann hoffen wir, dass die Bevölkerung entsprechend reagiert.“ Im Fall der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen habe der DWD am Dienstagmittag vergangener Woche eine entsprechende Warnmeldung herausgegeben. dpa

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