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Wieder mehr Staus auf den Autobahnen

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Stau
Autos stehen im Stau. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die Vollsperrung der Salzbachtalbrücke hat für viel Frust unter Autofahrern gesorgt. Bis der Verkehr um Wiesbaden wieder flüssig läuft, wird es noch dauern. Die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, entspannt jedoch die Verkehrslage.

Frankfurt/Main - Autofahrer haben in Hessen im vergangenen Jahr wieder öfter im Stau gestanden. Der ADAC zählte auf den Autobahnen im Bundesland 55.236 Staukilometer - 10.850 mehr als noch im Jahr zuvor. Die Zeit, die die Autofahrer im Stau verbrachten, stieg um 7661 Stunden auf 25.164 Stunden, wie der Automobilclub am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Damit lag Hessen auf der Rangliste der schlimmsten Stau-Bundesländer auf Platz fünf hinter Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Auch die Zahl der Staus sei von 32.761 im Jahr 2020 auf 42.689 im Jahr 2021 gestiegen. „Trotzdem liegen Hessens Autobahnen bei der Staubbelastung deutlich unter dem Jahr 2019“, erklärte der ADAC. Grund dafür ist dem ADAC-Verkehrsexperten Wolfgang Herda zufolge etwa, dass seit Beginn der Pandemie mehr Menschen im Homeoffice arbeiten. „Mobiles Arbeiten glättet die Verkehrsspitzen, vor allem in Berufsverkehrszeiten“, erläuterte er.

Die Punkte, an denen es sich in den vergangenen Jahren am meisten gestaut habe, hätten sich 2021 verschoben. „Hatten wir in den letzten Jahren auf der A5 die meisten Staus, so konzentrierten sich die meisten Verkehrsereignisse 2021 auf einen relativ engen Bereich rund um Wiesbaden“, erklärte der Experte. Grund dafür sei die Vollsperrung der Autobahn 66 im Bereich der Salzbachtalbrücke seit Juni 2021 gewesen. Die Salzbachtalbrücke war kurzfristig gesperrt worden, nachdem sich der Überbau an einem Pfeiler abgesenkt hatte und Betonbrocken herabgefallen waren. Auch die Straßen und Bahngleise unter der Brücke durften nicht mehr befahren werden.

„Wir sehen hier die Folgen, wenn nicht rechtzeitig notwendige Sanierungsmaßnahmen im Straßennetz erfolgen“, so Herda. Auto- und Lastkraftwagenfahrer hätten somit „beträchtliche Umwege“ und „zeitraubende, lange Staus“ hinnehmen müssen. Bis die Brücke für den Verkehr wieder freigegeben werde, dauere es noch rund zweieinhalb Jahre. „So lange werden wir in Wiesbaden und in der Umgebung dann noch mit einem Staumaximum zu tun haben.“

Für den staureichsten Tag in Hessen sorgte 2021 jedoch ein Wintereinbruch am 8. Februar. Große Schneemengen führten zu insgesamt 849 Kilometern Stau, 355 Staumeldungen und 157 Staustunden. dpa

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